Bodenfelde prüft Zuschuss fürs Freibad über Bundesprogramm

Nicht geeignet für Photovoltaik: Für das Dach auf dem Funktionsgebäude des Freibades Bodenfelde am Nienoverer Weg könnte stattdessen eine Solaranlage für warmes Wasser sorgen. Foto: Dumnitz

Polier. Die SPD in Bodenfelde hat einen Antrag auf Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Funktionsgebäudes des Freibades beantragt. Nach etlichen Diskussionen hat sich die Ratsmehrheit jedoch dafür entschieden, sich um den Bau einer Solaranlage fürs Erwärmen des Wassers in den Schwimmbecken einzusetzen.

Die SPD wollte mit der Installation einer stromerzeugenden Photovoltaikanlage erreichen, dass der Strom für den Eigenbedarf des Badbetriebes genutzt wird, um Strom zu sparen. Laut Fraktionssprecher Stefan Fiege sollte das sogar für Einnahmen sorgen.

Das sahen die anderen Ratsmitglieder jedoch anders. Auch Bürgermeister Mirko von Pietrowski, der versuchte, die SPD davon zu überzeugen, dass eine Photovoltaikanlage auf dem Freibadgebäude völlig unwirtschaftlich sei. Dafür nannte er in der jüngsten öffentlichen Ratssitzung gleich mehrere Gründe. Das Freibad werde als Saisonbetrieb nur wenige Monate im Sommer betrieben und Geld für die Einspeisung von Strom ins öffentliche Netz bringe keine großen Gewinne mehr. Pietrowski bezweifelte zudem die Belastbarkeit des Daches auf dem Funktionsgebäude. Ein nötiges externes Gutachten wegen der Statik koste sicher viel Geld, das die Gemeinde nicht habe. Und Zuschüsse, von denen Arnold Stüber (SPD) gesprochen hatte, gebe es für so ein Vorhaben auch nicht, so der Bürgermeister.

Nachdem die Photovoltaikanlage mehrheitlich abgelehnt wurde, diskutierten die Ratsmitglieder über Alternativen. So soll eine Möglichkeit geprüft werden, bei der „zwei Fliegen mit einer Klappe“ geschlagen werden könnten.

Es geht um einen Zuschussantrag, den der Bürgermeister stellen soll. Danach steht Fördergeld in Aussicht, wenn auf dem Dach eine Solaranlage installiert wird, die Wasser über die Sonne erwärme, das anschließend den Schwimmbecken zugeführt wird und so für höhere Wassertemperaturen in dem bisher unbeheizten Becken sorgen soll. Ein guter Nebeneffekt wäre, dass bei der Gelegenheit das „in die Jahre gekommene Eternitdach“ abgerissen, wegen möglicher Asbest-Anteile entsorgt und durch einen neuen Dachunterbau ersetzt würde, hieß es weiter.

Möglich werden soll das über ein Bundesprogramm für die Sanierung von Sport-, Jugend- und Kultureinrichtungen.

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