Förderung von Naturpark sei wichtig

Hutewald statt Bundestag:  Thomas Oppermann (SPD) besucht Solling

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Ab auf die Wiese: Naturpark-Geschäftsführer Kurt Hapke (von links) informierte Frauke Heiligenstadt, Thomas Oppermann und Johannes Schraps im Hutewald am Reiherbach unter anderem über die Exmoorponys, die auf Wiesen und im Wald für den Naturschutz im Einsatz sind.

Nienover. Es war wie eine Heimkehr: Der SPD-Bundestagsabgeordnete Thomas Oppermann besuchte das Hutewald-Projekt. Der Politiker lebte einst im Solling.

Der Solling sei ihm durchaus vertraut, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete und Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Thomas Oppermann (64/Göttingen), bei einem Besuch im Hutewald-Projekt der Niedersächsischen Landesforsten bei Nienover.

In seiner Jugend habe er in der Nähe von Northeim und später in Markoldendorf gelebt, in Einbeck sei er zur Schule gegangen und auch das Jugend- und Freizeitheim in Silberborn, dessen Schließung durch den Landkreis Northeim er sehr bedauere, sei ihm aus seiner Jugend vertraut.

Am Montag war Oppermann zusammen mit seinem auch für den Bereich Holzminden, Uslar und Bodenfelde zuständigen Kollegen Johannes Schraps (34/Hameln) und der Niedersächsischen SPD-Landtagsabgeordneten Frauke Heiligenstadt (52/Gillersheim) zu Besuch um Solling. Kurt Hapke vom Zweckverband Naturpark Solling-Vogler hatte eine Besichtigung des Hutewald-Projektes, des Wildparkhauses in Neuhaus und der Skywalk-Aussichtsplattform vorbereitet.

Abgerundetes Projekt

„Ich hatte einen hervorragenden Eindruck von der gelungenen Kombination zwischen Naturschutz und Tourismus“, sagte Oppermann am Dienstag auf Nachfrage. Er sei beeindruckt gewesen von den Exmoorponys und Auerochsen auf dem Hutewald-Areal. „Das gesunde und biologisch erzeugte Fleisch rundet das Hutewald-Projekt ab“, so Oppermann weiter. Die Tiere leisten seiner Ansicht nach einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz. Sie sollen für einen lichten und damit artenreichen Wald sorgen und „tun dies auch“, wie Hapke bei einem Zwischenstopp auf einer Wiese sagte.

Bei einem Essen im Wildparkhaus bei Neuhaus mit Echt! Solling-Vogler Regionalprodukten nutzte Hapke als Geschäftsführer des Naturparks die Gelegenheit, das Konzept mit mehreren Einrichtungen unter einem Dach vorzustellen. Das habe auf die Politiker einen guten Eindruck gemacht.

Vom Umweltministerium des Landes Niedersachsen wünschte sich Hapke eine finanzielle Unterstützung für die 14 Naturparke des Landes. Niedersachsen habe da die rote Laterne, sagte Hapke in Richtung der Landtagsabgeordneten Heiligenstadt. Konkret fordert er 100 000 Euro vom Land für jeden Naturpark im Land. Dabei gehe es um die Finanzierung einer Stelle einschließlich der Sachmittel.

Förderung vom Land

Heiligenstadt sagte, dass so etwas im ausgehandelten Koalitionsvertrag steht. Sie zeigte sich laut Hapke zuversichtlich, dass es zu einer solchen direkten Förderung der Naturparke durch das Land Niedersachsen komme.

Der Naturpark Solling-Vogler wird laut Hapke unter anderem gemeinsam durch jährliche Beiträge der Landkreise Northeim und Holzminden und zusätzlich etwa durch die Übernahme von Personalkosten durch die Niedersächsischen Landesforsten finanziert.

„Wenn das Umweltministerium die 14 Naturparke im Land tatsächlich zumindest etwa in der geforderten Größenordnung fördern würde, wäre das der Hammer“, sagte Hapke am Dienstag auf Nachfrage.

Oppermann unterstützt die Forderung. Er hält „eine bessere und nachhaltige Finanzierung der Naturparke in Niedersachsen für enorm wichtig“, sagte er am Dienstag auf Nachfrage. Die Parke seien ein wichtiger Faktor im ländlichen Raum.

Nach dem Zwischenstopp der Politiker in Neuhaus nutzten sie noch die Gelegenheit für einen Ausblick vom Skywalk an den Hannoverschen Klippen oberhalb der Weser bei Bad Karlshafen.

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