Ortsrat will neunköpfig bleiben und spricht sich mehrheitlich gegen Reduzierung aus

Wahmbecker wehren sich

Lehnte vier Vorschläge der Verwaltung ab: Der Wahmbecker Ortsrat in der Sitzung im Haus Landleben. Foto: Dumnitz

Wahmbeck. „Mit uns nicht“, hieß es in der jüngsten öffentlichen Sitzung des Wahmbecker Ortsrates. Mehrheitlich sprach sich der Ortsrat (fünf Nein-Stimmen, zwei Ja-Stimmen) gegen eine von Bodenfeldes Bürgermeister Mirko von Pietrowski vorgeschlagene personelle Beschneidung aus.

Damit wurde eine vorgesehene Reduzierung von jetzt neun auf fünf Ortsratsposten abgelehnt. Ebenfalls eine Absage (fünf Nein-Stimmen, zwei Enthaltungen) wurde der vorgeschlagenen Einrichtung eines Ortsrates für Bodenfelde erteilt. Und mit dem Vorschlag, die öffentlichen Bekanntmachungen der Gemeinde in nur noch einem Kasten pro Ortschaft auszuhängen und die Infos zusätzlich im Internet zu veröffentlichen, waren die sieben anwesenden Ortsratsmitglieder in der Sitzung im Haus Landleben ebenfalls nicht einverstanden.

Abgelehnt (sechs Nein-Stimmen, eine Ja-Stimme, eine Enthaltung) wurde vor 14 Zuhörern auch die vorgesehene Änderung der Hauptsatzung zu den drei vorgenannten Punkten. Zwei Ortsratsmitglieder fehlten in der Sitzung.

Zur Begründung der Ablehnung der Verwaltungs-Vorschläge sagte Ortsbürgermeister Jürgen Börke, dass am 6. August 1973 im Verwaltungsausschuss beschlossen worden sei, dass es in Bodenfelde keinen eigenständigen Ortsrat geben soll, weil genügend Lokalpolitiker aus dem Ort im Gemeinderat vertreten sind. Das habe über Jahrzehnte funktioniert und sei bewährt.

Bodenfeldes Bürgermeister Mirko von Pietrowski hatte seinen Vorschlag zuvor damit begründet, dass die drei jeweils fünfköpfigen Ortsräte Nienover, Wahmbeck und Bodenfelde künftig mehr Kompetenz und womöglich sogar ein eigenes Budget erhalten könnten. Aus seiner Sicht seien drei gleichgroße Ortsräte eine Idealvorstellung einer demokratischen Arbeitsweise an der Basis. Das sah der Ortsrat Wahmbeck mehrheitlich allerdings anders.

Letztes Wort hat der Rat

Das letzte Wort in der ganzen Angelegenheit hat jetzt der Bodenfelder Gemeinderat, der am Dienstag, 4. August, ab 19.30 Uhr öffentlich im Gasthaus Zensing in Bodenfelde tagt. (jde)

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