Weser-Radweg soll Vier-Sterne-Auszeichnung erhalten

Beliebt bei Radlern: Der Weser-Radweg. Zum Jahresende soll er das Vier-Sterne-Prädikat des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs erhalten, so das Ziel. Foto: privat/nh

Bodenfelde. Der Weser-Radweg soll in seiner Gesamtheit die Vier-Sterne-Auszeichnung in der Zertifizierung des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) bekommen.

Damit würde er zu den besten in Deutschland gehören. Das ist das Ziel einer Zertifizierungsoffensive des Vereins Weserbergland Tourismus, der den Radweg bundesweit und international vermarktet.

Eine Befahrung eines ADFC-Experten im vorigen September, deren Ergebnisse jetzt in Hameln Vertretern aller 13 am Radweg liegenden Landkreise vorgestellt wurden, ergab schon viel Lob. So erhielt beispielsweise die gemeinsame Vermarktung des Weges, die in den Händen der vom Weserbergland-Tourismus betriebenen Weser-Radweg-Infozentrale liegt, bereits eine Vier-Sterne-Bewertung.

Auch zwei Landkreise bekamen bereits das Vier-Sterne-Prädikat für ihre Wegabschnitte, wobei die Befahrungsabschnitte immer Strecken von 50 Kilometern Länge aufweisen.

Die übrigen Landkreise haben nach den Worten von Martin Weier, Qualitätsbeauftragter Weser-Radweg bei der Weserbergland-Touristik, allerdings nur noch kleinere Mängel auszubügeln. So müsse beispielsweise noch die Beschilderung an etlichen Stellen oder auch an wenigen Stellen die durch Poller eingeschränkte Wegbreite verbessert werden.

Das zehn Kilometer lange Radwegstück im Landkreis Northeim, das erst in den vorigen beiden Jahren mit der Verlegung des Weges auf die niedersächsische Seite neu eingerichtet worden war, habe bei der Bewertung allerdings schon super abgeschnitten, verriet Weier. „Hier sind die Vorgaben gut umgesetzt.“

Bereits im Jahre 2010 wurde eine erste Befahrung des gesamten Weser-Radweges in Auftrag gegen, wobei der Radweg damals nur mit zwei Sternen hätte bewertet werden können. Daraufhin wurde unter der Federführung des Landkreises Hameln-Pyrmont im Rahmen einer Qualitätsoffensive mit den Kreisen Holzminden, Northeim, Schaumburg, Nienburg und Göttingen ein Maßnahmenkatalog erstellt, der jetzt fast abgearbeitet ist.

Nach der erneuten Befahrung und den nun vorliegenden neuen Ergebnissen hätten sich die Landkreise nun geeinigt, die noch fehlenden Qualitätskriterien für die angestrebten vier Sterne zügig umzusetzen. Bis zum Oktober, so Weier, soll die Mängelliste abgearbeitet sein. Dann wolle man die Urkunde mit der Vier-Sterne-Bewertung in den Händen halten. „Derzeit liegen wir in etwa bei dreieinhalb Sternen“, schätzt Weier die Situation ein.

Die Qualitätsoffensive war vom Land Niedersachsen finanziell gefördert worden, weil der Weser-Radweg aus Sicht des Landes eine große Rolle spiele, Niedersachsen als Radland bundesweit und international zu etablieren.

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