Wir-Gefühl bei Neujahrsempfang im Flecken Bodenfelde gestärkt

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Applaudierende Zuhörer: Nach der Rede von Bürgermeister Mirko von Pietrowski beim Neujahrsempfang in der Aula der Gesamtschule gab es viel Applaus der Gäste, darunter auch Micheal Vietz (vorn von rechts), Torsten Bauer und Astrid Klinkert-Kittel.

Bodenfelde. Knapp 300 Gäste waren am Sonntag beim Empfang der Gemeinde in der Gesamtschule dabei. Bürgermeister von Pietrowski erinnerte in seiner Rede an die Grundwerte der Demokratie.

Dass eine Gemeinde nicht nur mit gefülltem Geldbeutel attraktiv sein kann, wurde am Sonntag beim Neujahrsempfang des Fleckens Bodenfelde deutlich. Knapp 300 Menschen waren in der Aula der Heinrich-Roth-Gesamtschule dabei und unterstrichen so unter anderem das Wir-Gefühl als Stärke der kleinsten Gemeinde im Landkreis Northeim.

Bürgermeister Mirko von Pietrowski freute sich über den Zuspruch aus der Bevölkerung sowie von Politikern und Geschäftsleuten. Unter anderem war mit Michael Vietz (CDU) ein für die Region zuständiger Bundestagsabgeordneter sowie die Northeimer Landrätin Astrid Klinkert-Kittel mit dabei. Die Landrätin sagte, dass die Menschen im Kreis ein Stück weit mehr Zuversicht bräuchten. Sie warb fürs Ehrenamt, denn sonst bewege sich wenig oder nichts. Ein Weg dabei sei eine Vernetzung auf allen Ebenen.

Bürgerschaftlicher Einsatz

Leidenschaftlich forderte Bodenfeldes Bürgermeister Mirko von Pietrowski die Gäste auf, bei regionalen Anbietern und in örtlichen Geschäften zu kaufen. Etliche davon haben durch Spenden möglich gemacht, dass die Gemeindekasse bis auf den Personaleinsatz der Mitarbeiter einschließlich Bauhof durch den Empfang nicht belastet wurde.

Bürgerschaftlicher Einsatz sei wichtig, sagte der Bürgermeister und wies auf den Stand der Initiative „Jeder isst mit“ in der Aula hin, durch deren Engagement beispielsweise täglich 180 Schüler ein warmes Essen erhalten.

Erschreckend fand er, dass es bei der Kommunalwahl im September quasi nur jeden zweiten Wähler interessierte, wie es in der Gemeinde weitergehe. Die Wahlbeteiligung sei mit 51 Prozent viel zu gering, schließlich sei die Demokratie ein hohes Gut und trage letztlich auch zur Lebensqualität in der Gemeinschaft bei. Die Kunst des Lebens sei, die Kleinheit auszuhalten, sagte von Pietrowski mit dem Hinweis auf den Größenwahn in der Weltpolitik von Herrschern wie Putin, Trump und Erdogan.

Für den Flecken gelte es, weiterhin ortsverbunden zusammenzuhalten. „Lassen Sie Ihr Geld hier im Dorf“, forderte der Bürgermeister. Den Besuch der Landrätin wertete der Chef der Verwaltung als Beweis dafür, dass Klinkert-Kittel die kleinste Gemeinde im Landkreis besonders gut im Auge habe. Das werde durch die finanzielle Förderung bei der Anschaffung eines E-Autos für den Bürgerbus und bei der Reparatur der Wahmbecker Weserfähre deutlich.

Feuerwehrhaus ist wichtig

Von Pietrowski freute sich, dass sich gute Lokalpolitiker einsetzen wollen und dass im Flecken rechte oder linke Akteure noch keinen Fuß an die Erde bekommen haben. Die freiheitlich-demokratische Grundordnung stehe aber nicht auf unkaputtbaren Säulen. Pietrowski warb um Verständnis, dass der Neubau für die Feuerwehr teuerer werde, als geplant. Der Neubau sei nötig. Und vom Ausbau des Weser-Radweges werde die lokale Wirtschaft sicher profitieren, sagte Bürgermeister von Pietrowski. Moderiert wurde der Empfang von seinem Stellvertreter Christian Ilsemann.

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