Bahnstrecken-Sanierung

Züge rollen ab Montag wieder zwischen Göttingen und Ottbergen

Adelebsen / Bodenfelde. Seit dem 22. Juni war die Bahnstrecke zwischen Göttingen und Ottbergen wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. Jetzt sind laut DB Netz in sieben Wochen 72 Kilometer Schienen und 55 400 Schwellen neu verlegt worden. Ab Montag rollen die Züge wieder.

Teilweise hätten 230 Leute gleichzeitig auf der 36 Kilometer langen Strecke gearbeitet. Verbaut wurden zudem rund 39 000 Tonnen Gleisbettschotter und neun Bahnübergänge wurden erneuert.

Außerdem wurde der Bahnhof in Adelebsen für 1,3 Millionen Euro modernisiert, sagte Marco Schlott (Leiter Bahnhofsmanagement Braunschweig/Göttingen) am Freitag auf der neugestalteten Anlage. 50 Prozent dieser Kosten zahlte das Land Niedersachsen.

Ab Montag laut Fahrplan

Ab Montag, 7. August, sollen ab 7.30 Uhr die Regionalzüge wieder fahrplanmäßig auf der Strecke verkehren. Der erste Zug startet laut Bahnhofsmanager Schlott um 7.34 Uhr von Ottbergen in Richtung Göttingen, von der Uni-Stadt in den Westen startet der erste Regionalzug nach der Streckensperrung um 9.12 Uhr, hieß es auf dem behindertengerecht gestalteten Adelebser Bahnhof.

Der Bahnhofs-Umbau habe 1,3 Millionen Euro gekostet, sagte Schlott. Als allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters sagte Kämmerer Gerald Wucherpfennig, dass der Flecken Geld für die Sanierung des Bahnhofs-Vorplatzes für den Haushalt 2018 einstellen will.

Der Vorplatz solle eine Einheit mit der baulich ansprechenden Bahnhofsanlage werden. Das alte Adelebser Bahnhofsgebäude sei seit Jahren in Privatbesitz, darauf habe man keinen Einfluss, hieß es.

22,4 Millionen Euro

Der Bahnhof des Fleckens verfügt über zwei Gleise, damit sich Züge auf der sonst eingleisigen Strecke begegnen können. Barrierefrei gelangen Fahrgäste auf einer ebenerdigen Konstruktion über die Gleise und eine Rampe auf den Mittelbahnsteig. Der ist modern gestaltet und hat ein transparentes Wetterhäuschen in der Mitte, in der sich Fahrgäste geschützt aufhalten können. Eine dynamische Schriftanzeigetafel soll noch bis Montag installiert werden.

Samstag und Sonntag werde der Streckenabschnitt dann abschließend vor der Freigabe kontrolliert, sagte Udo Dietrich als Leiter DB Regionalnetz Harzweser. Die Gesamtkosten für das Großbauprojekt liegen laut Regionalnetze Nord der DB Netz AG (Göttingen) bei rund 22,4 Millionen Euro. Den Großteil davon zahlt der Bund. Während der Baumaßnahme wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen organisiert.

Der Bodenfelder Mittelbahnsteig soll bis 2024 mit einer Liftanlage barrierefrei erreichbar werden, sagte Marco Schott auf Nachfrage. Seit Jahren wird ein solcher Zugang von Fahrgästen und der Lokalpolitik gefordert. (jde)

Rubriklistenbild: © Foto: Dumnitz

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