Tannhäuser wird neuer Bürgermeister in Northeim

Northeim. Die Bürger und Bürgerinnen der Stadt Northeim und ihrer Ortschaften haben entschieden: Hans-Erich Tannhäuser wird der neue Bürgermeister der Stadt Northeim. Der 53-Jährige fuhr mit 54,74 Prozent der Stimmen einen deutlichen Sieg gegen den Kandidaten Frank Kampf ein.

Kampf erreichte 38,75 Prozent der Stimmen. Saleh El-Mograbi blieb weit abgeschlagen bei 6,49 Prozent. Das sind die Zahlen des vorläufigen Endergebnisses von Sonntagabend.

Aktualisiert um 22.18 Uhr.

Natürlich war die Freude im Lager der Tannhäuser-Unterstützer am Abend des Wahltages riesengroß: Im Bistro Frizz am Scharnhorstplatz herrschte bei den Mitgliedern von FDP, Freier Unabhängiger Liste (FUL) und der Wählerinitiative Northeimer Ortschaften (WiNO), die Tannhäuser gemeinsam ins Rennen geschickt hatten, schon zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale große Euphorie. Denn von Anfang an hatte Tannhäuser die Nase vorn.

Jubel und gute Laune

Als um 21.10 Uhr alle Wahlbezirke ausgezählt waren und feststand, dass es erstens nicht zu einer – von vielen prognostizierten – Stichwahl kommt und Gegenkandidat Kampf keine Chance mehr hat, war im Tannhäuser-Lager nur noch lautes Jubeln angesagt. Dementsprechend gut war natürlich auch die Laune des neuen Northeimer Verwaltungschefs: „Mir geht es natürlich sehr gut, ich bin mit diesem klaren Ergebnis sehr zufrieden.“

Dank an die Bürger

Sein Ziel sei eigentlich zunächst die Stichwahl gewesen: „Dass es nun doch ein so deutlicher Sieg wird, habe ich zum einen meinem Wahlkampfteam zu verdanken, zum anderen natürlich den Bürgern und Bürgerinnen in Northeim und den Ortschaften.“ Ein Grund sei sicherlich auch sein authentischer, offener und ehrlicher Wahlkampf gewesen.

„Ich freue mich, dass das auch die Northeimer so wahrgenommen haben.“ Er wisse aber auch, dass er nun eine hohe Verantwortung vor sich habe: „Das wird keine leichte Aufgabe.“ Wann genau Tannhäuser die Amtsgeschäfte im Northeimer Rathaus aufnehmen wird, wusste er am Sonntag selbst noch nicht genau.

Lange Gesichter gab es dagegen bei den Akteuren von SPD, CDU und Grünen, den Unterstützern von Frank Kampf, die sich im Café Ahrens versammelt hatten.

Mehr ausgerechnet

Auch der Kandidat selbst konnte seine Enttäuschung nicht verbergen: „Nach dem harten Wahlkampf hatte ich mir mehr ausgerechnet. Ich wollte im ersten Wahlgang auf über 50 Prozent kommen. Das ist mir leider nicht gelungen.“ Sehr gerne wäre er Bürgermeister von Northeim geworden – zumal ihn die drei Parteien SPD, CDU und Grüne bundesweit ausgesucht hatten. „Es hat mich überrascht, dass die Wähler dann doch anders entschieden haben.“ Hans-Erich Tannhäuser gratulierte er zu dessen Wahlsieg und wünschte ihm „alles erdenklich Gute“, verbunden mit der Hoffnung, dass es für Northeim voran geht. Viel Zeit für Enttäuschung bleibt Kampf übrigens nicht: Schon am Montag nimmt er wieder seine Arbeit als Verwaltungschef von Kaltennordheim auf. (kat)

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