Kopfschütteln bei Autofahrern

Drei Kreisstraßen mit Schutzstreifen für Radler

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Auf Straßen mit Fahrradschutzstreifen soll der Autoverkehr nur auf der Kernfahrbahn, die auf einigen Teststrecken nur 2,75m breit ist, stattfinden. Auto- und Lastwagenfahrer sollen nur im Begegnungsfall oder vor Kurven und Bergkuppen nach rechts auf die Schutzstreifen ausweichen. Das Auto auf unserem Bild fährt also (in Fahrtrichtung gesehen) schon zu weit rechts.

Lütgenrode. Für Kopfschütteln bei Autofahrern haben die neuen Fahrbahnmarkierungen auf der Kreisstraße zwischen Lütgenrode und Behrensen gesorgt.

Am linken und rechten Fahrbahnrand wurden durch gestrichelten Linien und Radsymbole so genannte Fahrradschutzstreifen eingerichtet. Wie der Landkreis mitteilte, ist die Strecke Teil eines bundesweiten Pilotprojektes, bei dem ermittelt werden soll, ob die im Fahrradland Niederlande seit langem bekannten Schutzstreifen auch in Deutschland die Sicherheit für Radler erhöhen. Neben der Strecke Lütgenrode-Behrensen sind im Landkreis Northeim auch die Kreisstraßen zwischen Eilensen und Erichsburg sowie zwischen Bad Gandersheim und Heckenbeck mit diesen Schutzstreifen ausgestattet worden. In Niedersachsen beteiligt sich noch die Grafschaft Bentheim an dem Test, der außerdem noch in vier weiteren Bundesländern stattfindet.

„Je nachdem, was die Fahrbahnen hergeben“, so erklärte Landkreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer, seien die Radlerstreifen zwischen 1,25 und 1,50 Meter breit. Für den Autoverkehr müsste nämlich in der Mitte mindestens eine Fahrbahnbreite von 2,75 Meter für Autos, Lastwagen und landwirtschaftliche Fahrzeuge übrig bleiben.

Nach Niemeyers Worten bleiben die Streifen mindestens bis Ende 2017 erhalten. So lange laufe die Ausnahmegenehmigung für die Fahrbahnmarkierung, die in der Straßenverkehrsordnung nicht vorgesehen ist.

Die wissenschaftlich begleitete Pilotphase ist allerdings bereits Ende nächsten Jahres beendet. Anhand der Ergebnisse muss der Bundestag dann entscheiden, ob die Straßenverkehrsordnung geändert wird und deutschlandweit solche Schutzstreifen auf Straßen angelegt werden können, an denen sich ein eigener Radweg nicht lohnt. (ows)

Mehr zum Thema in der Dienstagausgabe der Northeimer und der Sollinger HNA.

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