Burgberg: Gastronom Torsten Runge will weiter machen

Da herrschte noch Einigkeit: Jetzt gehen die Meinungen von Geschäftsführer Torsten Runge (links) und Bürgermeister Uwe Ahrens auseinander. Archiv-Foto:  Oschmann

Katlenburg. Der Geschäftsführer hält die Kündigung des Hotelbetriebs auf dem historischen Gelände in Katleburg für rechtswidrig.

Jetzt hat sich der Geschäftsführer des gastronomischen Betriebs auf dem Katlenburger Burgberg doch zu Wort gemeldet. Torsten Runge teilte in einer Stellungnahme an die HNA mit, dass er die Kündigung des mit der Gemeinde Katlenburg-Lindau geschlossenen Pachtvertrags zum Ende des laufenden Monats für rechtswidrig hält.

„Wir haben die ausgesprochene Kündigung ausführlich prüfen lassen und sind zu diesem Schluss gelangt. Zum einen hat die Gemeinde die Kündigungsfrist nicht beachtet, zum anderen stellt sich die ausgesprochene Kündigung als treuwidrig dar und verstößt gegen Vertrauensgrundsätze. Im Ergebnis wird darüber das Gericht befinden müssen“, sagte Runge zu den aktuellen Streitigkeiten (HNA berichtete).

Nicht nur die Gemeinde habe im Zuge der Stadtsanierung Steuergeld und insbesondere EU-Mittel in den Komplex investiert, sondern auch wir als Pächter, und zwar einen beachtlichen Betrag, den Runge als sechsstelligen Euro-Betrag beschreibt. Weiterhin habe das Team einen außergewöhnlichem persönlichen Einsatz für diese Mammutaufgabe eingebracht.

„Dies insbesondere im Vertrauen darauf, dass wir das Objekt wie vereinbart mindestens bis zum 31. Dezember 2022 nutzen können“, so der Geschäftsführer. Davon hätten sich sicherlich alle diejenigen überzeugt, die unsere Räumlichkeiten aufgesucht und über die vergangenen neun Jahre das Ergebnis der Mühen unserer Arbeit beobachtet hätten.

Mediationstermin abgelehnt

Runge betonte, dass man an einer schnellen Lösung interessiert sei und den mittlerweile gut etablierten gastronomischen Betrieb noch möglichst lange bewirtschaften wolle, da das Team noch viele Optimierungsmöglichkeiten sehe.

Das Landgericht Göttingen habe bisher keinen Termin bestimmt. Einem vom Gericht angebotenen Mediationstermin (gerichtlicher Einigungsversuch) habe Runge zugestimmt, die Gemeinde jedoch nicht, so dass dieser Termin nicht stattfinden werde. Gegenwärtig geht der Gastronom davon aus, dass sich das Verfahren sich über eine lange Zeit hinziehen werde.

„Es besteht daher kein Grund, Veranstaltungen nicht bei uns zu buchen. Falls Unsicherheiten bestehen sollten, würden wir von uns aus die Gäste darauf im Vorfeld hinweisen.“

Runge bedauert die Verlautbarungen der Gemeinde, die schon seit mehreren Monaten durch Negativinformationen über den Betrieb versuche, Fakten zu schaffen, ohne Rücksicht auf die Mitarbeiter, und den langjährigen Einsatz des Teams bei der Entwicklung der Burg Katlenburg zu berücksichtigen. „Uns drängt sich der Eindruck auf, dass dadurch Fakten geschaffen werden sollen und uns die wirtschaftliche Grundlage für das Betreiben des Betriebes entzogen werden soll, ohne den Ausgang des Verfahrens abwarten zu wollen.“

Runge bittet die Gäste, seinem Team weiterhin das Vertrauen zu schenken. (ajo)

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