Chinesische Studenten unterrichten in Northeim

Begrüßten die chinesischen Studenten in Northeim: BBS-I-Schulleiter Dirk Kowallick (von links), Koordinator Peter Fiebag, Wirtschaftslehrer Christoph Niklaus, Fremdsprachenassistentin an der BBS Shanshan Huang, die beiden Studenten Xu und Lei Li, Nan Nan (Mitarbeiterin des Fachbereiches Deutsche Philologie an der Uni Göttingen ), die Länderbeauftragte der BBS 1 Christina Orban sowie Barbara Dengler (Koordinatorin Interkulturelle Germanistik an der Uni Göttingen). Foto: privat/nh

Northeim. Die Berufsbildenden Schulen 1 mit dem Wirtschaftsgymnasium Northeim haben zwei neue chinesische Praktikanten. Es handelt sich um Shaofeng Xu und seinen Kommilitonen Lei Li, die beide interkulturelle Germanistik an der Universität Göttingen studieren. In dem Master-Studiengang studieren deutsche und chinesische Studierende gemeinsam ein Jahr in Göttingen und dann ein Jahr in China (Beijing und Nanjing).

Nach Abschluss eines Doppelstudiums an den Universitäten Nanjing und Göttingen wollen beide ihr erlangtes Wissen für neue deutsch-chinesische Kooperationen einsetzen, heißt es in einer Pressemitteilung der BBS 1. Für zwei Monate erleben sie jetzt erst einmal das Schulleben an den BBS in Northeim.

Der Erfahrungsaustausch und Praktikanteneinsatz in der Northeimer Schule sei möglich geworden durch einen erst kürzlich zwischen den BBS 1 und der Uni Göttingen geschlossenen Kooperationsvertrag. Dieser werde künftig noch weitere Praktika und gemeinsame Projekte ermöglichen, sagt Schulleiter Dirk Kowallick.

Auch Barbara Dengel, zuständige Leiterin am Fachbereich Germanistik der Uni Göttingen zeigt sich von der Zusammenarbeit angetan. „Ich freue mich für die beiden Studenten und hoffe, dass ihre Mitarbeit auch eine Bereicherung für die Schule sein wird“, sagt sie.

Sie und Schulleiter Kowallick denken dabei neben dem alltäglichen Unterrichtsgeschäft unter anderem an gemeinsame Veranstaltungen wie die Schaffung einer chinesischen Ecke in der Schule, Filmabende oder auch an die gemeinschaftliche Vorbereitung der Chinakaufleute an den BBS oder der Schüler des Wirtschaftsgymnasiums auf ihre China-Aufenthalte. Gerade dafür könnten die chinesischen Studenten mit Expertenwissen aus erster Hand aufwarten. Schließlich stammen beide aus der Provinz Anhui, in der sich auch die chinesischen Partnerschulen der BBS 1 Northeim befinden.

„Besser kann man unsere Schüler nicht auf die chinesische Kultur vorbereiten“, ist Peter Fiebag, Koordinator des Beruflichen Gymnasiums überzeugt. „Und die Studenten werden intensiv Erfahrungen mit dem deutschen Bildungssystem sammeln. Sie werden in betriebliche Prozesse hineinschauen und miterleben, wie Jugendliche in Deutschland leben und arbeiten. Das ist ein Gewinn also für beide Seiten.“ (goe)

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