Zirkus besteht seit sieben Generationen 

Circus Altoff-Köllner gastiert in Northeim: Familienzusammenhalt in der Manege 

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Ganz schön gierig: Die Dromedare fressen Karl Altoff das Kraftfutter aus der Hand. Der Circus Karl Altoff-Köllner gastiert noch bis Sonntag auf dem Northeimer Mühlenanger.

Zusammenhalt in der Zirkusfamilie ist für Liane Köllner am wichtigsten. Sie ist mit Karl Altoff verheiratet, zusammen haben sie fünf Kinder und führen den Circus Karl Altoff-Köllner.

„Von Geburt an wird dir der Zirkusberuf in die Wiege gelegt. Unser Zirkus besteht schon seit sieben Generationen und das wird ständig so weitergehen“, sagt Liane Köllner zuversichtlich. Die Familie Altoff-Köllner hat einen festen Wochenplan während der Tour durch Deutschland.

Feste Strukturen

Am Montag war die Anreise der Zirkusfamilie in Northeim am Mühlenanger. „Dann wird sich als erstes um die Tiere gekümmert, ehe wir unsere Wohnwagen einrichten“, sagt Köllner. Am nächsten Tag ist der Aufbau an der Reihe: Zelt, Licht und Musik muss eingerichtet werden.

Proben laufen auf Hochtouren

Mittwoch, einen Tag vor Showbeginn, laufen die Proben. „Die Kostüme werden noch einmal angezogen, die Schminke dazu abgestimmt und dann gehen unsere Seiltänzerinnen ihre Choreografien durch“, erzählt die Chefin Köllner. Am Tag der Aufführung stehen die Männer früh auf und gehen die Tiere füttern. Pro Tag bekommen die Pferde und Dromedare zwei große Heuballen, dazu Kraftfutter und Möhren.

Klare Rollenverteilung im Familienbetrieb 

Währenddessen kümmern sich die Frauen aus der Familie um das Frühstück. Nach der gemeinsamen Mahlzeit gehen die Vorbereitungen los: Es wird noch einmal geprobt, die Kostüme werden bereitgelegt, die Tiere gesattelt und eine Stunde vor Beginn schminken sich die Akrobaten und der Clown gegenseitig. 

„Der Tag endet für uns 25 Personen und unsere 30 Tiere gegen 21 Uhr, nachdem die Besucher das Zelt verlassen und wir uns um die Tiere gekümmert haben“, sagt die gebürtige Berlinerin.

Tag der Abreise 

Nach vier Tagen Programm steht die Abreise an. Dadurch dass die Familie so eingespielt ist, geht alles Hand in Hand. „Unsere Kinder wissen genau, was als erstes zu tun ist. Diese Abläufe sind einfach angeboren“, scherzt Köllner. Genau diese Abläufe will die Mutter des Zirkus’ nicht missen.

Nur sechs Wochen im Jahr nicht unterwegs 

Das Zirkusleben sei vielseitig und schnelllebig, die Familie sei immer auf Reise und lerne verschiedene Orte kennen. „Wir machen nur sechs Wochen Winterpause im Jahr.“ Diese sei dafür da, um ein neues Programm und neue Kostüme zu entwickeln und Reparaturen vorzunehmen, sagt Liane Köllner. Jetzt freut sie sich erst einmal auf die vier Tage Programm in Northeim.

Programmzeiten

Freitag: 16 Uhr 

Samstag: 16 und 19 Uhr 

Sonntag: 11 Uhr 

Von Cora Zinn

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