Mitarbeiter möglicherweise auch nach Northeim

Conti will Werk in Salzgitter schließen

Salzgitter/Northeim. Autozulieferer Continental sieht keine Zukunft mehr für seine Schlauchleitungsfabrik in Salzgitter, die zur Tochter Contitech gehört. Damit stehen dort 220 Arbeitsplätze vor dem Aus. Das Unternehmen habe die Mitarbeiter bereits über die Schließungspläne informiert, bestätigte ein Konzernsprecher am Donnerstag einen Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“.

Der für das Werk zuständige Geschäftsführer Florian Fauth begründete die Probleme damit, dass ein Großauftrag für den Autokonzern VW früher als erwartet bereits Ende Mai auslaufe. Damit breche im Werk Salzgitter etwa ein Drittel des Umsatzes weg. Nach Angaben des Betriebsrats hat Hauptkunde VW Folgeaufträge nach Rumänien statt nach Salzgitter vergeben. Der Standort Salzgitter weise einen hohen Anteil an Handarbeit auf, die laut Branchenverband VDA in Deutschland zehnmal teurer als in Rumänien ist.

Ein Conti-Sprecher sagte, zu den 220 Jobs gehörten auch 40 Leiharbeiter. Es werde geprüft, inwieweit Stamm-Mitarbeiter, darunter insbesondere die neun Lehrlinge, an anderen Orten im Konzern eine Perspektive bekommen könnten. Nach NDR-Informationen sind die Werke Hannover und Northeim im Gespräch.

Seit 1999 besteht das Werk in Salzgitter. 2012 hatte es schon Einschnitte in der Belegschaft gegeben. Die Werkhalle ist gemietet. (dpa/goe)

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