Grundschule Hardegsen

Corona-Ausbruch in Grundschule: 25 Kinder in Quarantäne

In der Grundschule Hardegsen haben sich mehrere Kinder mit Corona infiziert. (Archivfoto)
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In der Grundschule Hardegsen haben sich mehrere Kinder mit Corona infiziert. (Archivfoto)

In einer Grundschule im Kreis Northeim gibt es einen Corona-Ausbruch. Bislang wurden neun Kinder positiv auf das Virus getestet.

Hardegsen – Ein Corona-Ausbruch in der Grundschule hat in dieser Woche in Hardegsen für große Aufregung gesorgt. Laut Schulleiter Christopher Grupe waren bis gestern bei insgesamt neun Schülerinnen und Schülern per PCR-Test Covid-19-Infektionen nachgewiesen worden. Für weitere Tests lagen noch keine Ergebnisse vor.

Nachdem bereits am Dienstag die ersten sechs Kinder positiv getestet worden seien, habe man zunächst 25 Mitschülerinnen und Mitschüler in Quarantäne schicken müssen, berichtet Grupe. Einige von ihnen hätten sich aber bereits freitesten lassen und schon wieder am Unterricht teilgenommen.

Schulleiter Christopher Grupe informiert über den Corona-Ausbruch an seiner Grundschule in Hardegsen.

Corona-Ausbruch: Schulschließung aus Sicht des Gesundheitsamtes nicht angemessen

„Ich hätte auch nichts dagegen gehabt, wenn die Schule mal für einen Tag zur Nachverfolgung der Infektionskette geschlossen worden wäre“, sagt Grupe und betont, dass er ansonsten auf keinen Fall einen erneuten Lockdown befürworten würde. Auf seine Anfrage beim Gesundheitsamt, ob mit einer vorübergehenden Schließung zu rechnen sei, habe er allerdings die Auskunft erhalten, dass das nicht der Fall sei.

„Das Schließen einer Schule beim Auftreten von einigen infizierten Kindern ist aus Sicht der Gesundheitsdienste nicht angemessen“, heißt es dazu in einer Stellungnahme des Landkreises. Angesichts der steigenden Infektionszahlen sei damit zu rechnen, dass in den nächsten Monaten praktisch an jeder Schule Coronainfektionen auftreten werden.

Corona-Ausbruch steht wohl im Zusammenhang mit Probe des Kinderchors

Vor dem Hintergrund, dass Kinder, sofern sie sich infizieren, in der Regel nur sehr mild erkrankten, sei eine Schulschließung zum jetzigen Zeitpunkt unverhältnismäßig, so der Landkreis.

Julia Bredthauer, Vorsitzende des Hardegser Schulelternrats, plädiert dafür, dass sich Eltern, Schule und Gesundheitsamt in den nächsten Tagen noch einmal über die nächsten Schritte austauschen.

Infektionsrisiko beim Chorsingen

Nach den bisherigen Erkenntnissen des Landkreises Northeim gibt es einen Zusammenhang zwischen den aufgetretenen Corona-Infektionen in der Grundschule Hardegsen und den dort stattgefundenen Proben des Hardegser Kinderchors. Der Landkreis weist darauf hin, dass gemeinsames Chorsingen ein besonders hohes Infektionsrisiko mit sich bringt, insbesondere bei Veranstaltungen in Innenräumen, wo die Abstandsregeln oft nicht eingehalten werden können. (nik)

„Seitens der Schule wird zwar toleriert, wenn jetzt einige Eltern aus Sorge ihre Kinder nicht zur Schule schicken“, sagt sie. „Für die Eltern wäre es aber viel einfacher, wenn es dazu jetzt eine konkrete Regelung von offizieller Stelle gäbe.“ (Niko Mönkemeyer)

Der Ausschuss für Schule, Sport und Kultur sowie der Ausschuss für Familien, Jugend und Senioren der Stadt Hardegsen hatten sich im September erneut gegen Ausstattung eine der Grundschule und Kitas mit mobilen Luftfiltern ausgesprochen.

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