Polizei hat Verkehrsunfallstatistik 2020 vorgestellt

Corona macht die Straßen im Landkreis Northeim sicherer

Ein Polizeiwagen mit Blaulicht. Auf dem Dach steht UNFALL in rot.
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(Symbolbild)

Einen deutlichen Rückgang an Unfällen hat die Polizei im vergangenen Jahr im Landkreis Northeim registriert.

Northeim – 2712 Unfälle zählten die Beamten. Das sind 16 Prozent weniger als 2019, als es 3220 Mal krachte. Das geht aus der Unfallstatistik hervor, die die Polizeiinspektion Northeim am Mittwoch veröffentlicht hat.

Hauptgrund für den Rückgang ist laut Mitteilung der Polizei die Corona-Pandemie. Der Lockdown habe zu einer Verringerung des Verkehrsaufkommens geführt.

Tote und Verletzte: Eine Folge ist, dass es bei der Zahl der Verkehrstoten einen Tiefststand gab. Nur zwei Menschen kamen auf den Straßen ums Leben (2019: 11). Die Zahl der Schwerverletzten ging von 99 auf 79 zurück.

Unfallursachen: Der häufigste Grund für einen Unfall war zu geringer Abstand (586), gefolgt von überhöhter Geschwindigkeit (169), Vorfahrtsverletzungen (136) und falschem Abbiegen. 29 Unfälle waren auf Alkoholkonsum zurückzuführen (2019: 34), vier auf Drogenkonsum (2019: 3).

Unfallschwerpunkte: Die überwiegende Zahl der Unfälle mit Schwerverletzten geschahen außerorts. 51 Unfälle mit Schwerletzten gab es auf Kreis-, Landes- und Bundesstraßen außerhalb von Ortschaften, 22 geschahen innerorts. Dabei, so betonte die Polizei, müsse berücksichtigt werden, dass viele Straßen im Kreisgebiet durch die zahlreichen Autobahnsperrungen stark befahren waren.

Radfahrer: 71 Unfälle mit Radfahrern gab es im vergangenen Jahr (2019: 68), 54 Radler erlitten Verletzungen (2019: 51).

Unfallfluchten: Die Zahl der Unfallfluchten hat sich um 14 Prozent auf 572 Fälle verringert. Damit hat sich allerdings trotzdem bei nahezu jedem fünften Unfall ein Beteiligter unerlaubt davongemacht. Fast jeden Zweiten davon (42,5 Prozent) hat die Polizei aber ermitteln können.

Alkohol und Drogen: 125 angetrunkene oder betrunkene Fahrer erwischte die Polizei im vergangenen Jahr (2019: 132), außerdem 147 unter Drogeneinfluss (2019: 136).

Ablenkung: Die Nutzung von Smartphone und Tablet während der Fahrt ist nach Mitteilung der Polizei weiterhin eines der größten Probleme im Straßenverkehr. 1075 Ordnungswidrigkeitenverfahren leiteten die Beamten wegen solcher Verstöße im Jahr 2020 ein (2019: 1065).

Während der Fahrt das Smartphone bedienen: Die Polizei hat im vergangenen Jahr täglich rund drei Autofahrer erwischt, die so abgelenkt im Blindflug unterwegs waren.

Altersgruppen:
Kinder: 19 bei Verkehrsunfällen verletzte Jungen und Mädchen registrierte die Polizei, davon neun als Radfahrer und zwei als Fußgänger.
Junge Erwachsene: 494 Unfälle mit Personen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren gab es 2020. (2019: 611). In 384 Fällen waren sie laut der Statistik der Polizei auch Hauptverursacher (2019: 318).
Senioren: Bei den 551 Unfällen mit Personen über 65 Jahren (2019: 681) waren diese in 416 Fällen hauptverantwortlich für den Unfall (20019: 516). (Olaf Weiss)

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