Corona in Niedersachsen

Nach Verwirrung in Niedersachsen: Corona-Verordnung zu sozialen Kontakten korrigiert

06.03.2020, Baden-Württemberg, Singen am Hohentwiel: Ein Schild mit der Aufschrift "Infektionsgefahr" ist an einer Tür im Labor Dr. Blessing angebracht. Foto: Felix Kästle/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit
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Corona-Pandemie: Nach dem Wirbel um die Verordnung zu sozialen Kontakten in Niedersachsen hat das Ministerium nun nachgebessert.

  • Die neue Verordnung für Niedersachsen vom 03.04.2020 sorgte für Aufregung.
  • In ihr wurden soziale Kontakte zur Eindämmung von Corona weiter radikal eingeschränkt.
  • Das Land Niedersachsen korrigierte diese Verordnung nun.

Niedersachsen - Für große Aufregung hat am Freitag (03.04.2020) auch im Kreis Northeim die neue Verordnung des Landes Niedersachsen über die Beschränkung sozialer Kontakte zur Eindämmung der Corona-Pandemie gesorgt. Darin heißt es unter anderem, dass in Niedersachsen ab sofort auch Besuche zwischen engsten Familienangehörigen (Eltern und Kindern) nur in sehr wenigen Konstellationen erlaubt seien.

Das gelte, so der Verordnungstext, ebenso für das gegenseitige Besuchen engster Freunde. „In diesem Punkt schießt die Verordnung über das Ziel hinaus und muss korrigiert werden“, hieß es am Samstagnachmittag in einer Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Corona in Niedersachsen: Pandemie weiterhin ernst nehmen

Auch wenn die physischen Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zu den Angehörigen des eigenen Hausstandes gehören, auf ein absolut nötiges Minimum reduziert werden sollten, um eine Infektion mit dem Coronavirus zu verhindern, sei die am Samstag veröffentlichte Regelung zu weitgehend, heißt es weiter.

Sie werde dahingehende geändert, dass Besuche im engsten Familienkreis und unter Lebenspartnerinnen und Lebenspartnern sowie mit wenigen engen Freunden oder sehr guten Bekannten zulässig seien. Verboten blieben aber weiterhin Feierlichkeiten in der eigenen Wohnung. Selbstverständlich würden bis zur Änderung Verstöße gegen die jetzt zu ändernde Regelung nicht geahndet, so ein Ministeriumssprecher.

Nichtsdestotrotz sollten die Menschen in Niedersachsen ihre direkten physischen Kontakte so weit wie irgend möglich reduzieren. Denn es bleibe dabei: Die Corona-Pandemie müsse außerordentlich ernst genommen werden.

Von Kathrin Plikat

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