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Corona-Sommerwelle ist im Landkreis Northeim angekommen

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Von: Kathrin Plikat

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In mehreren Alten- und Pflegeheimen im Landkreis Northeim gibt es aktuell Corona-Ausbrüche.
Die Corona-Sommerwelle ist auch im Landkreis Northeim eingetroffen. Aktuell gibt es zahlreiche Infektionen (Symbolbild). © Sebastian Gollnow/dpa

Hohe Inzidenzwerte, steigende Infektionszahlen: Die Sommer-Corona-Welle ist im Landkreis Northeim angekommen.

Northeim - Die Northeimer Gesundheitsdienste gehen übrigens von einer hohen „Dunkelziffer“ aus, weil sehr viele Menschen nach einem positiven Corona-Schnelltest keinen PCR-Test mehr machen und somit auch nicht mehr in die Statistiken einfließen, so Dr. Regina Pabst, Leiterin des Gesundheitsamtes des Landkreises Northeim.

Bei den bekannten Infizierten handelt es sich laut Pabst hauptsächlich um Personen, die gesellschaftlich aktiv sind, also vor allem um „Teenager sowie Erwachsene jungen und mittleren Alters“. Faktisch gebe es aktuell kaum noch gesetzlich vorgeschriebene Schutzmaßnahmen vor einer Corona-Infektion, Feste und Veranstaltungen mit einer hohen Teilnehmerzahl seien wieder erlaubt – so sei eine Ansteckung mit dem Coronavirus deutlich leichter möglich, vor allem dort, wo sich viele Menschen auf engem Raum begegnen und keinerlei Schutzmaßnahmen, wie das Tragen von Masken oder Abstand halten, mehr eingehalten werden.

Es gebe aktuell praktisch überall dort eine größere Anzahl von Ansteckungen, wo sich viele Personen auf engem Raum und ohne Schutzmaßnahmen treffen. Für neue Beschränkungen gebe es aktuell keine gesetzliche Grundlage, also könnten Beschränkungen auf Landkreisebene auch nicht festgelegt werden.

Dr. Pabst betont: „Es ist meines Erachtens an der Zeit, dass, wie bei anderen Erkrankungen auch, die Verantwortung für die eigene Gesundheit wieder an die Bürgerinnen und Bürger zurückgegeben wird. Gesetzliche Regelungen sollte es nur für einige wesentliche Bereiche geben, etwa zur Maskenpflicht im Umgang mit Kranken oder immungeschwächten Personen.“

Und: Die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen sollte immer genau auf Grundlage der wissenschaftlichen Erkenntnisse geprüft werden.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit handele es sich bei den aktuellen Infektionen überwiegend um die Omikron-Varianten BA.5, so Pabst. (kat)

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