Versandhaus verlegt Sendezentrum in Kreis Northeim

Shopping-TV aus der Region: Pearl.tv sendet jetzt aus Dassel

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Aktuell täglich acht Stunden live: Die Hauptbühne mit den Moderatoren Vivien Konca und Lutz Herkner. Das Liveprogramm soll künftig noch weiter ausgebaut werden. 

Dassel. Pearl.tv ist eine große Marke im Teleshopping. Nun ist der Privatsender aus Süddeutschland nach Dassel bei Northeim gezogen. Das zeigt, wie attraktiv die Region für den Versandhandel ist. 

Der Landkreis Northeim spielt seit Anfang September auch in der Fernsehlandschaft eine Rolle. Seit Montag, 3. September, sendet Pearl.tv jeden Tag acht Stunden live aus Dassel. Das Versandhaus hat sein Sendezentrum aus Buggingen südlich von Freiburg in die Region verlegt und dafür einen höheren siebenstelligen Betrag investiert.

Das macht Pearl

Wer sich für PC-Software, Computerzubehör, Druckerpatronen, Haushalts- und Lifestyle-Artikel interessiert, der wird mit großer Wahrscheinlichkeit schon auf das Versandhaus Pearl gestoßen sein. Es gibt kaum etwas, das es bei Pearl nicht gibt. Vibrationsplatten zum Abnehmen, Überwachungskameras, Sportuhren, Parfüm – das Angebot ist umfangreich. Das Versandhaus bietet die Produkte nicht nur über einen Katalog an, sondern stellt die Produkte, zu meist nochmals günstigeren Preisen, im TV-Angebot Pearl.tv vor.

Viele neue Jobs

Das Fernsehprogramm dafür wurde bislang in Buggingen nahe der französischen und schweizerischen Grenze produziert. Jetzt kommt es vom ehemaligen Gelände eines Automobil-Zulieferers aus Dassel. „40 Mitarbeiter sorgen für den Sendebetrieb“, sagt Dr. Michael Sichler, Geschäftsführer von Pearl.tv. Kulissenbauer, Kameraleute, Moderatoren – viele Fachkräfte sind nötig, damit das Fernsehprogramm, das über das Internet, über Satellit und in einigen Kabelnetzen empfangbar ist, gesendet werden kann.

Hier laufen die Fäden zusammen: Die Regie von Pearl.tv in Dassel. Von hier aus geht das Programm über eine Standleitung nach Unterföhring und dann über Satellit zu den Zuschauern.

Neben dem Sendezentrum in Dassel ist ein Callcenter in Gittelde im Nachbarkreis Göttingen entstanden. Das neue Versandzentrum ist nahe Eschwege im Werra-Meißner-Kreis entstanden.

Platz ist Luxusgut

Für den Umzug von Süddeutschland in den Kreis Northeim gab es laut Sichler gleich mehrere Gründe. „Das Postleitzahlengebiet 37 ist strategisch gut gelegen, um ganz Deutschland innerhalb eines Tages beliefern zu können“, erklärt Sichler. Außerdem „ist Platz ein Luxusgut“. Der Sender will weiter wachsen und hätte auch am alten Standort viel Geld investieren müssen. Zwei Herausforderungen stellten sich allerdings in Süddeutschland. „Guten Wohnraum gibt es im Raum Freiburg nicht einmal zu schlechten Konditionen“, so Sichler.

Hier, im Kreis Northeim, hätten alle Mitarbeiter in kürzester Zeit guten Wohnraum zu den Konditionen gefunden, für die es in Freiburg gerade einmal ein WG-Zimmer gibt. Außerdem herrsche in Süddeutschland ein Fachkräftemangel – hier vor Ort habe man die Stellen schnell besetzen können. „Selbst die Mitarbeiter, die vor dem Umzug skeptisch waren, finden die Region wunderschön“, betont Sichler.

Arbeiten unter Zeitdruck

Auf dem neuen Areal mit 22.000 Quadratmetern Gebäude liefen ein halbes Jahr die Renovierungsarbeiten, bis Anfang September die erste Livesendung starten konnte. Erst gut zwei Wochen vor Sendestart stand die Standleitung der Telekom, die Pearl.tv in Dassel mit dem sogenannten Uplink zum Satelliten in Unterföhring verbindet. Die Regie selbst ist in der Nacht auf den 31. August umgezogen.

Verantwortlich für das Programm: Dr. Michael Sichler ist Geschäftsführer von Pearl.tv in Dassel.

Aktuell laufen noch umfangreiche Bauarbeiten, unter anderem für weitere Bühnenbilder. In dieser Woche beginnt der „100 Tage bis Weihnachten“-Countdown. „Dafür bauen wir ein 200 Quadratmeter großes Weihnachtsdorf mit vielen tausend Litern Watte“, verrät der Geschäftsführer. Außerdem entstehen noch eine TV-Küche, ein Autostudio, ein Wald und mehr. In ihnen stehen dann die vier Moderatoren, darunter zwei ehemalige Miss Germanys.

Besuch wird möglich

Laut Sichler waren Studiobesuche am alten Standort in Buggingen besonders beliebt. Zuschauer sollen noch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit erhalten, das Sendezentrum in Dassel zu besuchen. Das ist aktuell aufgrund der Bauarbeiten noch nicht möglich. Informationen dazu gibt es dann aber auf der Internetseite des Senders.

www.enstyle.de

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