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Andreas Sprengel und Stefan Golze erhalten besondere Auszeichnung

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Von: Rosemarie Gerhardy

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Stefan Golze aus Dassel – hier mit seinen Hühnern – hat sich auf Direktvermarktung spezialisiert und gewann in der Kategorie „Junglandwirt des Jahres“.
Stefan Golze aus Dassel – hier mit seinen Hühnern – hat sich auf Direktvermarktung spezialisiert und gewann in der Kategorie „Junglandwirt des Jahres“. © agrarheute/nh

Gleich zwei Landwirte aus dem Landkreis Northeim konnten mit ihren Konzepten die Jury des Ceres Awards überzeugen: Andreas Sprengel aus Bad Gandersheim und Stefan Golze aus Dassel.

Bad Gandersheim/Dassel –Andreas Sprengel aus Bad Gandersheim ist in der Kategorie bester Schweinehalter mit dem Ceres Award ausgezeichnet worden. Die Juroren haben seinen Sinn für Tierwohl sowie sein Energiekonzept gewürdigt. Als bester Junglandwirt wurde Stefan Golze aus Dassel mit dem nach der römischen Göttin des Ackerbaus und der Fruchtbarkeit benannten Preis ausgezeichnet. Mit ihm werden Landwirte für ihre Konzepte geehrt. Initiator ist das Magazin „agrarheute“. Der Gesamtsieger, Benedikt Bösel aus Brandenburg, erhält 20 000 Euro, die zehn Kategorie-Sieger je 1000 Euro Preisgeld.

Stefan Golze aus Dassel

Der 33-jährige Junglandwirt Golze hat sich auf Direktvermarktung spezialisiert und hat seinen Betrieb mit 55 Fleischrindern, 400 Masthähnchen und 1200 Legehennen sehr vielfältig aufgestellt.

Seine Produkte vermarktet er über einen Verkaufsautomaten am Hof sowie umliegende Märkte. Mit einer Nudelmanufaktur konnte er sich ein weiteres Standbein aufbauen. Mittlerweile bietet er auch für andere Landwirte die Nudelproduktion im Lohn an.

Die Juroren haben Golze für „seinen großen Ideenreichtum sowie den Mut, den Betrieb zu verändern“ ausgezeichnet, heißt es in der Begründung. Der Betrieb stehe auf vielen Standbeinen und sei daher stabil und zukunftssicher.

„Dabei setzt der Landwirt Ideen pragmatisch um und achtet besonders auf Synergien“, betonen die Juroren Katrin Fischer und Amelie Siekmann von „agrarheute“, Jens Steinhardt von Sponsor Mitas sowie Anne-Kathrin Meister vom Bund der Deutschen Landjugend.

Andreas Sprengel aus Bad Gandersheim

Andreas Sprengel bei seinen Schweinen
Andreas Sprengel bei seinen Schweinen © agrarheute

Sprengel ist mit seinem landwirtschaftlichen Betrieb spezialisiert auf Schweinehaltung. Zusätzlich betreibt der 50-Jährige eine Biogasanlage und ein Hofcafé.

Für ihn hat laut Pressemitteilung das Tierwohl größte Priorität: Die Schweine haben einen Ringelschwanz und stehen in einem Außenklimastall mit ständigem Zugang zu Stroh und anderen Wühl- und Spielmaterialien. „Der Bevölkerung zu zeigen, so wird das hier produziert, so werden die Tiere gehalten, das wollte ich schon immer“, betont Sprengel seine Zielsetzung.

Besonders wichtig ist ihm in der Betriebsführung das Kreislaufprinzip. „Mein Konzept ist es, den Betrieb nachhaltig in einem großen Kreislauf zu bewirtschaften. Dazu zählt auch, dass die Gülle unserer Schweine in der eigenen Biogasanlage für die Gewinnung von Strom und Wärme für die Ställe und den Hof genutzt wird“, beschreibt der Schweinehalter. Genau dieser Gesamtansatz überzeugte auch die Juroren.

Sie haben ihn ausgezeichnet, weil er „in beeindruckender Weise zeigt, wie sich mithilfe geschlossener Kreisläufe und einer ausgeklügelten Vermarktungsstrategie der Betrieb auch in wirtschaftlich sehr angespannten Zeiten stabil steuern lässt“. Mit seinem Energiekonzept sei es ihm gelungen, den Betrieb energieautark aufzustellen.

200 Landwirte hatten sich in den Kategorien Ackerbauer, Energie-, Bio- und Junglandwirt, Rinder-, Schweine und Geflügelhalter sowie Manager, Unternehmerin und Geschäftsidee für den Ceres Award beworben. Je drei pro Kategorie wurden anhand eines Bewertungssystems vorausgewählt und dann auf ihren Höfen genauer beurteilt. (Rosemarie Gerhardy)

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