Proteste gegen rechte Hetze und gegen die Polizei

Einbeck: Demonstration mit Nebel und Rangeleien

Polizei Demonstration Einbeck Antifa Transparent
+
Nicht ganz 300 Demonstranten zogen am Samstagnachmittag durch Einbeck

Überwiegend Linksaktivisten aus Einbeck, Göttingen und Hannover bildeten den Demonstrationszug, der sich am Samstag durch Einbeck bewegte.

Einbeck - Gegen Hetze von Rechts, gegen Faschisten, aber auch gegen die Arbeit der Polizei richteten sich die Transparente und Sprechchöre der überwiegend schwarz gekleideten und vermummten Demonstranten.

Am Ende des Zuges folgten dann augenscheinlich Mitglieder des Bündnisses „Einbeck ist bunt“ und ein paar „Omas gegen Rechts“ aus Göttingen.

Den rund 280 Demonstranten gegenüber standen 450 Polizisten, die den Zug durch Einbeck begleiteten.

Nach einem relativ ruhigen Auftakt am Bahnhof kam es vor dem Polizeigebäude in der Grimsehlstraße zu einer kurzen Kundgebung, bei der vor allem das Fachkommissariat Staatsschutz der Northeimer Polizei im Fokus der lautstarken Kritik und Sprechchöre stand.

Danach ging es weiter in Richtung Hägerstraße, wo es dann zu Auseinandersetzungen kam: Nachdem aus dem Demonstrationszug mehrere sogenannte Nebeltöpfe gezündet wurden und einige Aktivsten versuchten, eine Polizeikette zu durchbrechen, setzte die Polizei laut einer Sprecherin „einfache körperliche Gewalt“ ein, um die Demonstranten zurückzudrängen.

Die Polizei leitete Strafverfahren nach dem Sprengstoffgesetz und wegen des Verdachts der Körperverletzung ein. Gegen einen Unbeteiligten wurde ein Strafverfahren eingeleitet, weil er den „Hitlergruß“ gezeigt hatte. In der Hägerstraße sollen mehrere Mitglieder der Einbecker Nazi-Szene wohnen.

Die Partei „Die Rechte“ hatte vormittags mit 20 Teilnehmern am Hallenplan ebenfalls eine Kundgebung abgehalten und gegen „Hetze von Links“ protestiert. In der Hägerstraße hielten sie dann eine weitere Kundgebung ab.

Die von der Stadt Einbeck genehmigte Demonstrationsroute führte am Nachmittag nur rund 50 Meter an der Hägerstraße vorbei.

Nach Beendigung der Demo kam es im Bahnhofsbereich erneut zu Rangeleien mit der Polizei, als die Identität einiger Demonstrationsteilnehmer festgestellt werden sollte.  kat

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.