Der Christbaum gehört in die Biotonne

Coronabedingt werden im Landkreis Northeim vielerorts die Weihnachtsbaum-Sammlungen abgesagt

Ein abgeschmückter Weihnachtsbaum ragt aus einer Bio-Tonne
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Der ausrangierte Weihnachtsbaum gehört in die Biotonne, allerdings sollte er dafür klein geschnitten werden.

Traditionell bleibt in vielen Haushalten der Weihnachtsbaum bis zum 6. Januar im heimischen Wohnzimmer stehen. Am Drei-Königs-Tag wird er abgeschmückt und entsorgt.

Landkreis Northeim – Doch in diesem Jahr stellt sich vielerorts die Frage: Wohin mit dem inzwischen meist nadelnden Festschmuck? Denn coronabedingt wurden zahlreiche Sammelaktionen abgesagt.

So hat in Elvershausen bereits das Junggesellencorps und in der Stadt Northeim haben der Lionsclub sowie die Jugendfeuerwehr schon mitgeteilt, dass sie in diesem Jahr keine Weihnachtsbäume einsammeln werden. Auch in Edesheim und Sudheim wurden die Sammlungen abgesagt, um nur einige Beispiele zu nennen.

Anders in Moringen, hier fahren am Samstag, 9. Januar, Mitglieder der DLRG raus, um das Tannengrün gegen eine Spende einzusammeln. Auch die Feuerwehr Wachenhausen will dann Weihnachtsbäume abholen. In Lindau sammelt die Feuerwehr am 16. Januar Bäume ein.

Eine ganz andere Lösung wurde in Kalefeld gefunden. Dort sammelt nicht die Jugendfeuerwehr das ausrangierte Weihnachtsgrün ein. Aber Freunde der Jugendfeuerwehr haben sich bereit erklärt, unter Einhaltung der Hygieneregeln die Christbäume privat am 9. Januar einzusammeln und die Spenden an die Jugendfeuerwehr weiterzuleiten.

„Eine allgemeine Anordnung, auf das Sammeln zu verzichten, gibt es nicht“, so Konstantin Mennecke, als Sprecher für die Jugendfeuerwehren im Landkreis Northeim. Es obliege jeder einzelnen Ortswehr zu entscheiden, ob sie ihre Jugendwehr mit den entsprechenden Corona-Auflagen zur Sammlung schickt oder nicht. Eine Übersicht, in welchen Orten sie stattfinden und in welchen nicht, gebe es nicht.

Die personell und zeitlich eng abgestimmte Jahrestourenplanung lässt eine kurzfristige Erweiterung zur Sammlung der Weihnachtsbäume in dem gewünschten Umfang leider nicht zu, heißt es aus dem Kreishaus. Somit sei hier kein Ausgleich zu den ausfallenden Sammelaktionen möglich.

Wegen des Lockdowns sind zudem die Deponien des Landkreises noch bis mindestens 10. Januar für private Anlieferungen geschlossen.

Somit bleibt nach Auskunft der Kreisabfallwirtschaft nur die Lösung, den abgeschmückten Baum auf dem heimischen Kompost oder klein geschnitten – gegebenenfalls schrittweise – in der Biomülltonne zu entsorgen.

Wie und wo insbesondere in Mehrfamilienhäusern Christbäume gegebenenfalls zwischengelagert werden können, müsse mit dem Vermieter oder der Hausverwaltung abgestimmt werden.

Sammlungen für etwaige Schreddertage werden in der Regel von den Städten und Gemeinden oder von privaten Entsorgern organisiert und eigens bekannt gegeben. (Rosemarie Gerhardy)

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