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Kathrin Weber glaubt an ihre Chance

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Von: Olaf Weiss

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Kathrin Weber ist in Northeim geboren und aufgewachsen.
Kathrin Weber ist in Northeim geboren und aufgewachsen. © Olaf Weiss

Am 9. Oktober wird in Niedersachsen ein neuer Landtag gewählt. Wir stellen die Kandidaten aus den Wahlkreisen Northeim und Einbeck in loser Reihenfolge vor. Heute: Kathrin Weber (AfD).

Northeim – „Es ist immer etwas möglich.“ Mit diesen Worten betont Kathrin Weber, dass sie ihre Landtagskandidatur nicht nur betreibt, damit ihre Partei, die AfD, im Wahlkampf ein Gesicht präsentieren kann. Dass sie allenfalls Außenseiterchancen hat, weiß die 59-Jährige natürlich, aber damit abfinden will sie sich nicht. Sie nimmt ihre Kandidatur für den Urnengang am 9. Oktober ernst, für den sie im Wahlkreis Northeim nominiert ist.

Politisch interessiert sei sie „seit den Anfängen von Kohl“, sagt sie, also seit den frühen 1980er-Jahren. Der als Kanzler der Einheit in die Geschichte eingegangene Helmut Kohl (CDU) wurde 1982 Bundeskanzler.

Die ihrer Ansicht nach „verfehlte Integrationspolitik“ von Angela Merkel brachte Weber zur AfD – die einzige Partei, die dagegen stehe, wie sie betont. Zunächst nur Sympathisantin, ist sie seit Anfang 2017 Mitglied der umstrittenen Partei. Schon vor ihrem Eintritt sei sie aber schon länger im Hintergrund für die AfD aktiv gewesen, erzählt sie.

Als stellvertretende Wahlkampfkoordinatorin sei sie aktuell „die rechte Hand“ des Kreisvorsitzenden Maik Schmitz. Kathrin Weber sieht sich aber nicht als Berufspolitikerin.

Sie wolle aber gerne die Interessen der Menschen vertreten, denen sie auf den Spaziergängen (gegen die Corona-Maßnahmen) begegnet sei. Wenn sie nicht politisch aktiv ist, gehöre ihre Aufmerksamkeit ihrer Familie, betont sie. Die 59-Jährige ist verheiratet, hat zwei erwachsene Söhne und hat als fünffache Großmutter häufig Trubel. „Da ist immer was los“, sagt sie.

Die gebürtige Northeimerin, die in der Kreisstadt aufgewachsen ist, hat Ausbildungen zur Fremdsprachenkorrespondentin und zur Industriekauffrau abgeschlossen.

Sie ist im Laufe ihres Lebens herumgekommen. In Baden-Württemberg, Hessen und Bayern hat sie nach eigenen Worten gelebt, ehe sie in ihre Heimat zurückgekehrt ist. „Als meine Kinder klein waren, bin ich auch jahrelang in Northeim Taxi gefahren“, erzählt sie.

So habe sie damals Berufstätigkeit und Familie unter einen Hut bekommen. Heute ist sie wegen Erwerbsunfähigkeit Rentnerin. Vor rund acht Jahren ist Kathrin Weber von Northeim nach Stöckheim gezogen, wo sie auch seit der Kommunalwahl im vergangenen Jahr einen Sitz im Ortsrat hat. Es ist das einzige Mandat der AfD in einem Dorf-Gremium im Northeimer Stadtgebiet.

„Ich habe einen schönen Garten“, sagt die AfD-Kandidatin, dem sie sich gern widmet. Auch Hunde gehören eigentlich zu ihrem Leben. Doch nachdem ihre beiden Tiere im vergangenen Jahr „altersbedingt“ eingegangen seien, hat die Hundefreundin sich noch nicht wieder einen Vierbeiner angeschafft. (Olaf Weiss)

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