Bundesgerichtshof weist Revision zurück

"Discomord": Gerichtshof bestätigt Urteil

Asche/Karlrsruhe. Das Urteil im Prozess um den sogenannten Diskomord von Asche ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat die Revision des Angeklagten gegen die Entscheidung des Landgerichts Göttingen verworfen.

Die Göttinger Richter hatten den heute 20 Jahre alten Angeklagten im Januar dieses Jahres in der Neuauflage des Prozesses wegen Totschlags zu achteinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt. Er hatte im April 2008 in Asche nach einer Tanzveranstaltung die 17 Jahre alte Schülerin Denise mit einem Stein und einer Terrakottaschale erschlagen.

In einem ersten Prozess hatte der berufslose junge Mann dafür vom Landgericht neuneinhalb Jahre Jugendstrafe erhalten. Diesem Urteil hatte der BGH zwar im Grundsatz zugestimmt, das Strafmaß aber für zu hoch befunden, weil Milderungsgründe wie die Alkoholisierung des Angeklagten nicht ausreichend gewürdigt worden seien.

Die Karlsruher Richter hatten das Urteil aufgehoben und den Fall zur erneuten Verhandlung an eine andere Kammer des Göttinger Gerichts zurück verwiesen. An der Entscheidung dieser Kammer hatte der BGH jetzt nichts mehr auszusetzen.

Das Motiv war in beiden Verhandlungen unklar geblieben. In seinem Schlusswort hatte der Angeklagte lediglich erklärt, für seine Tat gebe es keine Entschuldigung. (dpa)

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