Dorferneuerung: Behrensen hätte lieber einen Kreisel

Wie geht es in Sachen Dorferneuerung weiter? Das erläuterte Bauamtsleiter Claus Stumpe den rund 40 Einwohnern bei der Versammlung. Foto: Lawrenz

Behrensen. Wie kann die Ortsdurchfahrt in Behrensen verkehrsberuhigt werden? Diese Frage ist für die Behrenser entscheidend.

Bei der zweiten Bürgerversammlung zur Dorferneuerung im Gasthaus Bönig brachte der Behrenser Heinrich Ahrens das Problem vor rund 40 Einwohnern auf den Punkt.

„Wir wollen einen nachhaltigen Prozess initiieren“, betonte Planer Hans-Georg Koesling. In seinem Rückblick bis zur Aufnahme des Dorfes in das Förderprogramm 2012 hob er hervor, was das Dorf von der Masse unterscheide, die Kapelle und zwei „eigenwillige Scheunen“ zum Beispiel.

Koesling führte aus, wie man mit Logo und Infotafeln auf solche Auszeichnungsmerkmale hinweisen könne. Wegen der Nähe zu Göttingen könne der Tourismus zu einem Standbein werden. Ein überdurchschnittlich hoher Anteil von 39 Prozent der Gebäude sei ortsbildprägend.

Gegen aufkommende Unruhe setzte er die Nachricht, dass die Verkehrsberuhigung auf der Ortsdurchfahrt mit Sanierung der Bushaltestelle im Dorferneuerungsplan an erster Stelle stehe.

Der Antrag sei gestellt, die erforderlichen Mittel von 120.000 Euro werden im Haushalt bereitgestellt, das berichtete der Moringer Bauamtsleiter, Claus Stumpe. Sobald die Bewilligung vom Amt für regionale Landesentwicklung vorliege werde mit der Detailplanung begonnen. Angesichts der Planungen zur Verbreiterung der Buswendestelle im Bereich Behrenser Straße / Schmiedestraße fragte Zuhörer Ahrens kritisch nach, ob die Schmiedestraße überhaupt geeignet sei, solchen Schwerlastverkehr zu tragen. „Man hört die Busse nicht, aber es klimpert im Haus“, schilderte er die Auswirkungen der 29 Busse, die jeden Tag durch Behrensen fahren. In den Wänden bildeten sich Risse. „Die Häuser wackeln alle“, unterstützte ihn Karl Otte.

Auch mit den geplanten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung sind die Behrenser nicht zufrieden. Eine optische Verengung der Straße mit Bäumen und Parkbuchten reicht ihnen nicht.

Schon lange wünschen sie sich einen Kreisel, an der Feldtorstraße/Einmündung Behrenser Straße. Immer wieder werde der vom Landkreis als Träger abgelehnt. Der Kreisel in Nörten sei sogar anderthalb Meter kleiner als der, der in Behrensen verwirklicht werden könne, sagte Ahrens. Zur Demonstration hatte er Fotos aus Nörten mitgebracht. Anderswo sei so etwas möglich, „nur hier bei uns wird seit 40 Jahren alles abgelehnt“, klagte er unter Zustimmung vieler.

Der Dorferneuerungsplan wird demnächst auf der Homepage der Stadt Moringen (www.moringen.de) eingestellt und kann dann dort eingesehen werden. (zul)

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