Echte/Eboldshausen

Straße "Zur Schnede" soll doch saniert werden

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Solche Schlaglöcher soll es bald nicht mehr geben: Der Entwicklungsausschuss der Gemeinde hat jetzt dem Gemeinderat empfohlen, die Straße „Zur Schnede“ zwischen Echte und Eboldshausen auszubauen.

Echte/Eboldshausen. Gute Nachrichten für alle, die sich für den Erhalt der Verbindungsstraße „Zur Schnede“ zwischen Echte und Eboldshausen einsetzen: Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung empfiehlt jetzt dem Gemeinderat, die marode Straße doch auszubauen.

In der Vergangenheit war schon ein Rückbau der Straße im Gespräch. In ihrer Sitzung am Donnerstag stimmten die Ausschussmitglieder bei einer Enthaltung für einen Ausbau der Straße.

Zuvor hatte Gutachter Konrad Scholze aus Osterode verschiedene Möglichkeiten zum Umgang mit der maroden Straße erläutert. Laut Scholze kann sie dauerhaft erhalten werden, wenn eine vier Zentimeter dicke bituminöse Decke auf die bestehende Straße aufgebracht würde. „In weiten Bereichen der Straße gibt es Flächen, an denen der Unterbau noch stabil ist“, erklärte der Ingenieur. Nur schadhafte Stellen müssten aufwändiger ausgebessert werden. Dann werde die Straße auch eine Belastung von 10 bis 60 Lastwagen pro Tag aushalten. Die Kosten veranschlagte Scholze mit 192 000 Euro. Damit korrigierte er ein erstes Gutachten um 47 000 Euro nach oben. Als kostengünstige Alternative bliebe, die Unterhaltung einzustellen und die Straße für den öffentlichen Verkehr zu sperren. Nur Landwirte dürften sie dann benutzen.

Den Ausschlag für einen Ausbau gab letztlich der geplante Ausbau der A 7. Denn die „Schnede“ werde als Zufahrtsweg für die Bauarbeiten, vor allem im Bereich der Autobahnbrücke gebraucht, sagte Scholze. Der Bauherr müsse dann die Schäden durch den Baustellenverkehr beseitigen und den alten Zustand auf eigene Kosten wiederherstellen. Fazit von Scholze: Wenn die Straße jetzt in einen guten Zustand versetzt wird, werde sie auch nach den Bauarbeiten zum Guten saniert. Lässt man sie jetzt verwildern, wird nur der miserable Zustand ersetzt.

„Wir können nicht warten, sondern müssen jetzt ausbauen“, argumentierte Ausschussvorsitzender Horst Bredthauer (SPD) und bekam Rückendeckung von Wolfgang Meuschke (CDU). Otto Gropp (SPD) und Kersten Sander (CDU) wiesen erneut auf die Bedeutung der Straße für Pendler, Zulieferer der Biogasanlage und Landwirte, aber auch für Spaziergänger und Radfahrer hin.

Einzig Klaus Oppermann (FWG) riet, mit dem Ausbau zu warten, bis klar sei, wann die Autobahn wirklich gebaut werde. Das dafür vorgesehene Geld könne man solange anders verwenden. Die Ausschussmitglieder stimmten dennoch für den von Scholze vorgeschlagenen Ausbau.

Im geplanten Haushalt der Gemeinde für 2013 sind für Unterhaltung und Instandsetzung aller Gemeindestraßen 245 000 Euro veranschlagt. Wegen des korrigierten Gutachtens soll der Gemeinderat diese Summe laut Ausschuss auf 292 000 Euro aufstocken.

Von Friederike Steensen

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