Eidechsen: Umsiedlungsaktion 2013 war ein Erfolg

Bedrohte Art: Die Zauneidechse fühlt sich in den neu geschaffenen Lebensräumen wohl. Archivfoto: nh

Northeim. 52 Zauneidechsen, darunter viele Jungtiere, aber weit und breit keine Blauflügelige Sandschrecke: So lautet das Ergebnis der Bestandsaufnahme für die beiden vom Aussterben bedrohten Tierarten.

Sie wurden vor zwei Jahren im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Zubringerstraße in der Northeimer Südstadt umgesiedelt. Die Gesamtkosten für die Aktion, bei der im Bereich der Bahnlinien künstliche Ersatzlebensräume geschaffen wurden, betrugen 45 000 Euro.

Aus dem Bericht der Stadt Northeim, der in der jüngsten Sitzung des Northeimer Bauausschusses vorgestellt wurde, geht hervor, dass von insgesamt 170 Zauneidechsen, die man 2013 auf dem ursprünglichen Areal registriert hatte, 60 eingefangen und umgesiedelt werden konnten.

Bei einer ersten Überprüfung des Bestandes ein Jahr später seien zunächst nur 14 Tiere festgestellt worden, woraufhin an den Ersatzarealen Nachbesserungen vorgenommen wurden. In diesem Jahr seien dann schließlich 14 Weibchen, vier Männchen, sechs Jungtiere und 28 Schlüpflinge gezählt worden.

Der Nachweis, dass sich die Zauneidechsen in den Ersatzlebensräumen vermehrt haben, ist aus Sicht des Landkreises Northeim als Erfolg zu werten. Die weitere Entwicklung sei allerdings von der Pflege der neu geschaffenen Lebensräume abhängig. Um eine Verbuschung der angelegten Schotter- und Steinflächen zu vermeiden, ist vorgesehen die Areale von Schafen beweiden zu lassen.

Umsiedlung gescheitert 

Die Umsiedlung der Blauflügeligen Sandschrecke muss hingegen als gescheitert betrachtet werden, obwohl dafür großer Aufwand betrieben wurde. Auf den neuen Arealen wurden extra aufwendig Sandflächen angelegt, die man dann mit Eiern und Larven der bedrohten Insektenart bestückt hat.

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