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Kirchenkreis Leine-Solling: Ein Drittel Mitglieder weniger

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Von: Olaf Weiss

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Die Northeimer St. Sixti-Kirche.
Die Northeimer St. Sixti-Kirche (Symbolbild). © Olaf Weiss

Die Zahl der Mitglieder in der evangelischen Kirche nimmt weiter ab. Der Kirchenkreis Leine-Solling hat im vergangenen Jahr 802 Mitglieder verloren. Das geht aus der Jahresstatistik 2021 hervor, die der Kirchenkreis jetzt veröffentlicht hat.

Northeim – Allerdings sei der Rückgang geringer als in den Vorjahren ausgefallen, als der Mitgliederverlust jeweils zwischen 1000 und 1200 Personen betragen habe.

Dem Kirchenkreis gehörten Ende 2021 insgesamt noch 52 .617 Christen an. Zum Vergleich: 2001 als der Kirchenkreis Leine-Solling aus der Fusion der Kirchenkreis Northeim, Einbeck und Uslar entstand, waren es rund 75 .000 Kirchenmitglieder.

Der größte Teil am Mitgliederverlust entfällt auf Todesfälle. Laut Kirchenkreis gab es im Jahr 2021 insgesamt zwar 467 Austritte (2020: 443). Daneben zählte er aber 977 Sterbefälle (916).

Dazu kommen Personen, die dem Kirchenkreis beispielsweise durch Wegzug verloren gehen. Außerdem, so erläuterte der stellvertretende Superintendent Jens Gillner, drücken Personen, die aus der Statistik fallen, weil sie beispielsweise bei Ummeldungen ihre Konfession nicht angeben, die Mitgliederzahl.

Den Verlusten an Kirchenmitgliedern stehen im Kirchenkreis Leine-Solling im vergangenen Jahr 28 Eintritte (2020: 40) und 323 Taufen gegenüber. Das sind rund doppelt so viele Taufen wie ein Jahr zuvor (165).

Da zeige sich, dass viele Taufen, die eigentlich schon 2020 hätten stattfinden sollen, nachgeholt worden seien, hebt der Kirchenkreis hervor. Ab der Taufe wird ein Mensch als Kirchenmitglied gezählt.

Ähnliche Zunahmen sind bei Konfirmationen und Trauungen zu beobachten, deren Zahlen sich laut Kirchenkreis ebenfalls deutlich erhöht haben. So gab es 2021 mit 525 Konfirmationen rund 300 mehr als ein Jahr zuvor.

Kirchliche Trauungen gab es 44 im Kirchenkreis, 18 mehr als im von Lockdowns geprägten Jahr 2020.

Damit liegen die Zahlen der Taufen und Hochzeiten allerdings immer noch deutlich unter dem Niveau des Vor-Coronajahres 2019, als 425 Kinder getauft wurden und 132 Paare sich das Ja-Wort nicht nur im Standesamt, sondern auch in Kirchen gaben.

Zugenommen hat im vergangenen Jahr auch die Zahl der Gottesdienste. 1769 gab es, darunter 210 Videogottesdienste. 2020 waren es 1549 Gottesdienste. (Olaf Weiss)

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