Andreas von Einem leitete zum letzten Mal Konzert

Abschied vom Dirigenten: Altämter Gospelchor sucht Nachfolger

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Konzert mit Wehmut: Der Auftritt des Altämter Gospelchors in Opperhausen war der Abschied von Andreas von Einem.

Opperhausen. Der Altämter Gospelchor sucht einen Nachfolger für Dirigent Andreas von Einem. Der Diakon wechselt beruflich von Bad Gandersheim nach Braunschweig.

Sie haben mehrere Erkennungszeichen: Ihre schwarzen Pullis und Shirts mit dem Fisch auf der Brust, der in der Mitte ein rotes Kreuz beinhaltet und oben und unten den Schriftzug Altämter Gospelchor im selben Rot - und die Schals, die in den schönsten Farben des Regenbogens leuchten.

Die Sängerinnen und Sänger des Chors haben noch mehr gemeinsam, ihre Liebe zur Musik und die Freude, wenn sie gemeinsam singen. Doch diese Fröhlichkeit wird jetzt erheblich getrübt, denn der Gospelchor steht im Moment ohne Dirigenten da.

Das Konzert am Sonntag in der kleinen St.-Urbanus-Kirche der 800-Seelen-Ortschaft Opperhausen war nämlich die Abschiedsvorstellung von Andreas von Einem. Der Diakon, der seit dreieinhalb Jahren musikalischer Leiter des Altämter Gospelchors war, ist beruflich von der Propstei Bad Gandersheim nach Brauschweig gewechselt.

Schalk im Nacken

Von Einem sorgt nicht nur für die exakten Einsätze der Sängerinnen und Sänger, die zwischen 15 und 74 Jahre alt sind, und er spielt auch nicht nur die Orgel. Andreas von Einem sitzt der Schalk im Nacken. Wenn er sich zwischen den einzelnen Liedern dem Publikum - die Kirche in Opperhausen war voll - zuwendet, dann macht er das auf seine ganz spezielle Art. Er sagt nicht nur die Titel an und erläutert deren Entstehungsgeschichte, wenn sie interessant genug ist, er flirtet mit dem Publikum auf eine unbekümmerte Art, bringt die Besucher zum Schmunzeln und zum Lachen und spannt sie sogar ein. Als sein Notenständer für die mehrseitige Partitur nicht ausreichte, holte er sich flugs zwei Besucherinnen aus der ersten Reihe, die für jenes Lied als Notenständerinnen fungierten.

Das sorgt in den Reihen der Besucher für fröhliche Gesichter, und auch bei den 25 Frauen und sechs Männern des Chors, die seine Späße natürlich schon kennen, aber trotzdem immer wieder gern darüber schmunzeln.

Ein besonderes Highlight des Konzerts in Opperhausen war das „Oh happy Day“, weil es mit Jörg Biniasch, der Vorsitzender des Chors ist, auch einen Solisten hatte. Der Sonderapplaus war ihm gewiss. Von solchen Stücken mit Solostimme könnte der seit 1999 bestehende Chor zweifelsohne mehr vertragen.

Doch das ist im Moment die geringste Sorge, einen Ersatz für Andreas von Einem zu finden die größte. Der Übungsbetrieb läuft dennoch weiter, immer montags von 18 bis 19.30 Uhr im Gemeindehaus in Kalefeld.

Natürlich sind die Verantwortlichen auf der Suche nach einem neuen musikalischen Leiter oder eine Leiterin. Vielleicht gibt es ja jemanden, der das gern übernehmen würde: Die Person ist bei Ulrich Birke, Telefon 05553 / 2228 an der richtigen Adresse.

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