Barriere frei zum Zug: Bahnhof Salzderhelden wieder eingeweiht

Alt und neu: Auf dem barrierefreien Übergang zwischen dem denkmalgeschützten Bahnhof Salzderhelden und dem Bahnsteig 1 versammelten sich die Vertreter der städtischen Verwaltung, des Stadtrates Einbeck und des Ortsrates Salzderhelden. Foto: Eriksen

Salzderhelden. Wo es früher eine Treppe nach unten gab, fängt heute, mitten im Bahnhofsgebäude Salzderhelden, der neue barrierefreie Zugang zum ersten Bahnsteig an.

Die alten Geländer blieben stehen.

Detlef Krusche, Leiter des Bahnhofs-Managements Göttingen, erzählte bei der Wiedereinweihung des Bahnhofs Salzderhelden, dass ursprünglich eine Zuwegung südlich um den Bahnhof herum geplant gewesen sei. Er freue sich darüber, dass die verwirklichte Lösung, die auf eine Anregung aus dem Ortsrat zurückgeht, Leben in den Bahnhof gebracht hat. Der Meinung ist auch der Pächter von Gaststätte, Imbiss und Kiosk Helmut Kampf.

Entscheidend war die Zustimmung der Ilmebahn, ihre Rangiergleise zu durchtrennen. „Kein Eisenbahner legt gerne Gleise still, aber wir haben uns überzeugen lassen. Jetzt rangieren wir nur auf der nördlichen Seite des Übergangs“, erläuterte Ilmebahn-Geschäftsführer Christian Gabriel im Gespräch.

Die Rampe vor dem Bahnhof wurde zusammen mit der Kommune gebaut. Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek konnte berichten, dass noch 2015 mit Hilfe von Zuschüssen weitere Parkplätze vor dem Bahnhof angelegt werden. Außerdem wird Parkraum für Langzeitparker an der Vogelbecker Straße ausgewiesen. Alle Partner lobten die gute Zusammenarbeit.

Heiterkeit löste die Bürgermeisterin mit ihrer Bemerkung aus, dass Einbeck eine Drei-Bahnhof-Stadt sein wird, wenn die Strecke zwischen Salzderhelden und Einbeck-Mitte reaktiviert wird (HNA berichtete). Das sei wohl für eine Stadt dieser Größe einmalig in Deutschland.

Ortsbürgermeister Dirk Heitmüller freute sich, dass die langwierigen Bauarbeiten mit ihren Lärmbelästigungen endlich vorbei seien. Krusche wies auf das umständliche Arbeiten hin, wenn man Bestehendes renovieren wolle und nicht einfach auf der grünen Wiese bauen könne. Als Beispiel nannte er die Sperrpausen, also Zeiten, wo die Oberleitungen wegen der Bauarbeiten abgeschaltet werden. „Die müssen wir zweieinhalb Jahre vorher anmelden.“

In Salzderhelden halten durchschnittlich 57 Personenzüge je Tag. Es gibt 1100 Ein- und Aussteiger. Die Bahn erwartet nach den Renovierungen mehr Fahrgäste. (zäl)

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