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Einbecker Brauerei erhöht den Preis für Bier

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Von: Frank Bertram

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Die Einbecker Brauhaus AG rechnet für das Geschäftsjahr 2022 mit einem Fehlbetrag. Ein Grund seien drastisch gestiegene Kosten.
Die Einbecker Brauhaus AG rechnet für das Geschäftsjahr 2022 mit einem Fehlbetrag. Ein Grund seien drastisch gestiegene Kosten. © Einbecker Brauhaus AG/nh

Die Einbecker Brauhaus AG schreibt in diesem Jahr erstmals wieder rote Zahlen. Grund für den Fehlbetrag sind stark steigende Kosten in allen Bereichen, sagt das Unternehmen.

Einbeck – Die Einbecker Brauhaus AG erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2022 keinen Jahresüberschuss mehr, sondern rechnet mit einem Fehlbetrag „im unteren sechsstelligen Bereich“. Das teilte das Unternehmen in einer Ad-hoc-Börsennachricht mit.

Als Gründe nannte die Brauerei, dass die Absatzentwicklung unter Plan liege und die Kosten in eine in dieser Form nicht vorhersehbare Höhe gestiegen seien. Die Energiekrise belastete die Ertragslage nachhaltig in einem nicht vorhersehbaren Ausmaß, erklärte Vorstand Martin Deutsch in der Mitteilung.

Da eine kurzfristige Änderung der wirtschaftlichen Rahmen- und Marktbedingungen nach heutiger Erkenntnislage nicht zu erwarten sei, müsse auch für das Geschäftsjahr 2023 damit gerechnet werden, dass kein positives Ergebnis erwirtschaftet wird. Die teilweise drastisch gestiegenen Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Energie, Personal und Transportkosten können erst verzögert an Kunden weitergegeben werden, erläuterte das Einbecker Brauhaus.

Wegen der sehr hohen Inflationsraten müsse man außerdem aus gesetzlicher Vorsorge die Pensionsrückstellungen außerplanmäßig erhöhen. Für Januar kündigte das Unternehmen eine Bierpreiserhöhung gegenüber dem Großhandel an. Eine Höhe wurde nicht genannt.

„Wann und wie sich dies letztlich auf die Preise vor Ort im Handel und in der Gastronomie auswirken wird, hängt von den Entscheidungen ab, die im Handel und von den Gastronomen in eigener Verantwortung getroffen werden“, sagte Brauerei-Sprecher Ulrich Meiser.

Ob Hopfen oder Malz, ob Glasflasche oder Kohlensäure, ob Brauprozess oder Logistik: So ziemlich alles, was für die Bierproduktion vonnöten ist, sei entweder extrem teuer oder knapp geworden. „Seit dem Krieg in der Ukraine schnellen die Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe immer weiter in die Höhe: Energie ist für uns um 65 Prozent, Glas um 90 Prozent und Reinigungs- und Desinfektionsmittel um 120 Prozent teurer als noch vor einem Jahr. Der Einkaufspreis von Braumalz hat sich gegenüber Oktober 2021 ungefähr verdoppelt“, sagte Meiser.

Trotz der angespannten Situation schaue das Brauhaus optimistisch in die Zukunft, dass es diese turbulente Phase gemeinsam mit seinen Kunden durchstehen werden. (zfb)

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