Landratswahl: Astrid Klinkert-Kittel will „den Erfolg rocken“

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Erste Glückwünsche: Ehemann Martin (links) gratulierte Astrid Klinkert-Kittel nach ihrer Wahl zur SPD-Landratskandidatin, rechts Dassels Bürgermeister Gerhard Melching.

Einbeck. Die SPD im Landkreis Northeim geht mit Astrid Klinkert-Kittel in die Landratswahl am 28. Februar nächsten Jahres. Einstimmig wählten die Delegierten die parteilose 51-jährige Bürgermeisterin von Nörten-Hardenberg zu ihrer Kandidatin.

Sie erhielt 102 von 103 Stimmen bei einer Enthaltung, es gab keine weiteren Kandidaten. „Lassen Sie uns den Erfolg rocken“, dankte Astrid Klinkert-Kittel für die Unterstützung: „Ich bin überwältigt.“ Der Unterbezirksvorsitzende der SPD, Uwe Schwarz, hatte den einstimmigen Personalvorschlag des Vorstandes zuvor begründet: „Wir haben eine Fachfrau gefunden, die die Themen kann und den Landkreis kennt.“

Astrid Klinkert-Kittel ist Diplom-Verwaltungswirtin und studierte Betriebswirtschaftlerin. 2011 wurde sie mit mehr als 80 Prozent Zustimmung in Nörten-Hardenberg zur Bürgermeisterin gewählt. „Ich habe mein Haus gut bestellt und fühle mich bereit für neue Herausforderungen“, sagte die 51-Jährige zu ihrer Motivation. Klinkert-Kittel, die von 2001 bis 2004 schon einmal in der Northeimer Kreisverwaltung gearbeitet hat, möchte als Landrätin einen partnerschaftlichen Umgang mit den Städten und Gemeinden pflegen – ebenso wie mit den Nachbarlandkreisen. Ob das dann mal in eine Fusion führe, bleibe abzuwarten, sagte sie. Diese müsse gut vorbereitet werden. So sehr auch der Landkreis Northeim in seinem Haushalt 2016 schon spare, es sei unvermeidlich, weiter zu konsolidieren und dabei zuerst die Kosten zu senken. Nur so bleibe der Landkreis handlungsfähig. Astrid Klinkert-Kittel: „Ich wünsche mir einen Landkreis Northeim, der sich familienfreundlich, altersgerecht und weltoffen präsentiert.“ Die 51-Jährige ist verheiratet und Mutter einer Tochter (19) und eines Sohnes (22).

„Wer zu früh startet, ist vor dem Wahltag schon platt“, blickte SPD-Vorsitzender Uwe Schwarz auf die vergangenen Monate und die Nominierungen anderer Parteien. Der Wahlkampf starte ohnehin erst im Januar. Es wäre sinnvoll gewesen, wenn sich die Parteien vor der Neuwahl des Landrates zusammen gesetzt hätten, sagte Schwarz. Doch die CDU habe weder über den Wahltermin noch über einen gemeinsamen Kandidaten ernsthaft reden wollen. Nach dem Schlaganfall von Ex-Landrat Michael Wickmann habe sich die CDU „mit einem Trommelfeuer von Halbwahrheiten, Vermutungen, Unterstellungen und Andeutungen“ profilieren wollen und schließlich boshaft die Krankheit und ein Disziplinarverfahren gegen den Landrat miteinander vermengt. Schwarz: „Es ist schweinisch, daraus parteipolitisch Kapital zu schlagen. Hier sollte jemand fertig gemacht werden.“  (zfb)

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