Hahnemühle liefert

Neue Corona-Schnelltests mit Spezialpapier aus Dassel

Coronavirus in Niedersachsen: Neue Schnelltests mit Spezialpapier aus Dassel
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Er ist verantwortlich für die Entwicklung und Produktion auch der superfeinen Filtrationspapiere und Test-Trägermedien: Jan Wölfle, Geschäftsführer der Firma Hahnemühle Fine-Art.

Das Unternehmen Hahnemühle mit Sitz in Einbeck (Niedersachsen) stellt Spezialpapier für Coronavirus-Schnelltests her. 

  • Coronavirus breitet sich weiter in Niedersachsen aus 
  • Firma stellt Spezialpapier für Corona-Schnelltests her

Einbeck - Das Unternehmen Hahnemühle mit Sitz in Einbeck (Niedersachsen) und Produktion in Relliehausen sorgt vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie weltweit für Furore. Das Traditionsunternehmen stellt das Trägerpapier für ein Kartuschen-Schnelltestverfahren zum Nachweis des Coronavirus her.

Coronavirus in Niedersachsen: Neue Schnelltests

Das neuartige Kartuschen-Schnelltestverfahren liefere innerhalb einer Stunde Testergebnisse für den Covid-19-Erreger, heißt es von Hahnemühle-Pressesprecherin Bettina Scheerbarth. In diesem Zusammenhang sei die Hahnemühle vor einigen Tagen auch als „systemkritischer“ Betrieb klassifiziert worden. Damit werde sichergestellt, dass diese wichtigen Komponenten zur Eindämmung der Corona-Infektionen sicher geliefert werden könnten.

Auf Rollen wird das bei Hahnemühle produzierte Trägermedien für Corona Schnelltests ausgeliefert.

Bei den produzierten Komponenten handelt es sich laut Scheerbarth um Streifen hochwertigen Filtermaterials aus Papierfasern. Sie dienten in den neu entwickelten Corona-Testboxen als Trägermaterial für die Testabstriche aus dem Nasen-Rachenraum oder auch für Blut. „Wir unterstützen als Hahnemühle mit unseren Produkten Firmen aus der Medizintechnik, Arztpraxen, Krankenhäuser, Labore und Gesundheitszentren bei ihrer wichtigen Arbeit, um die weltweite Corona-Pandemie einzudämmen“, sagt Jan Wölfle, Geschäftsführer der Hahnemühle Fine-Art-Gruppe.

Coronavirus in Niedersachsen: Bestehende Schnelltests weiterentwickelt

Und er erzählt auch mehr über die neuartigen Corona-Schnelltests. Bestehende Tests für unterschiedliche Erreger von Atemwegserkrankungen seien so weiterentwickelt worden, dass Gene des neuen Corona-Virus in Schnelltests erkannt würden.

Der Test selbst bestehe aus Einmal-Kartuschen mit Reagenzien inklusive des Trägermediums von Hahnemühle und einem Analysegerät, in dem Proben in der Kartusche vervielfältigt und dann auf die unterschiedlichen Erreger analysiert werden.

Der Durchlauf dauere etwa eine Stunde. Anschließend würden auf einem Bildschirm die Ergebnisse ausgegeben. Infizierte Patienten könnten so schneller identifiziert, isoliert und nötigenfalls behandelt werden, als noch mit den herkömmlichen Tests mit Laborauswertung.

Coronavirus in Niedersachsen: Schnelltests dringend benötigt

„Schnelltests auf das Corona-Virus werden weltweit dringend benötigt. Viele Hersteller fahren ihre Herstell-Kapazitäten für solche Tests jetzt hoch und fragen Komponenten bei uns in entsprechend größeren Mengen nach“, fährt Wölfle fort. Parallel entwickele Hahnemühle gemeinsam mit Kunden weitere innovative Lösungen für Testkits. Der Geschäftsführer: „Bis Ende des Jahres erweitern wir unsere monatlichen Kapazitäten, um bis zu 20 Millionen Covid-19 Tests pro Monat auszustatten.“

Und dabei soll es nicht bleiben: Mit Hochdruck gearbeitet werde im Hause Hahnemühle auch an der Entwicklung von Schutzausrüstungen wie Masken, und zwar mit dem superfeinen Filtrationsmaterial, das in Relliehausen hergestellt werde.

Die Mitarbeiter in Produktion in Relliehausen und der Verarbeitung in Einbeck seien in streng abgeschirmtem Dreischichtsystem tätig. Der Vertrieb arbeite mit erweiterter Besetzung in den Büros und im Homeoffice.

Insgesamt beschäftigt Hahnemühle laut Unternehmenssprecherin Scheerbarth 200 Mitarbeiter, davon ungefähr 100 in Dassel und Einbeck.

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