Großteil des Ruhestands dem Ehrenamt gewidmet

Engagement für den Wald: Auszeichnung für Städtler und Habermann

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Märchenhafte Natur: Minister Christian Meyer ließ sich im Mai 2014 von Gert Habermann und Henning Städtler (v. r.) durch den Märchenwald zwischen Greene und Einbeck führen. 

Einbeck/Greene. Für ihre langjährigen ehrenamtlichen Verdienste im Wald-Naturschutz und in der Umweltbildung sowie das Engagement für den Märchenwald bei Einbeck und wurden der frühere Schoninger Förster und Waldökologe Henning Städtler sowie der Einbecker Gerd Habermann von Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) mit der niedersächsischen Forstmedaille ausgezeichnet.

Gemeinsam haben die ehemaligen Förster sich dafür eingesetzt, dass der 23 Hektar große Märchenwald auf der Hube zwischen Einbeck und Greene mit seinen bis zu 280 Jahre alten Buchen-, Hainbuchen- und Eichenveteranen geschützt und als Urwald von morgen der Nachwelt erhalten bleibt. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert.

Urwald für die Nachwelt

Der Landwirtschaftsminister hatte sich 2014 persönlich von der einzigartigen Flora und Fauna des Märchenwaldes in Einbeck überzeugt. „Ich freue mich, dass die Stadt Einbeck diesen künftigen Urwald auf Vorschlag der Preisträger als eine der ersten Kommunalwälder in Niedersachsen seiner natürlichen Entwicklung überlässt“, sagte er jetzt.

Der Märchenwald ist Lebensraum für hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten. Darunter sind seltene Käfer-, Schmetterlings-, Moos-, Flechten- und Pilzarten wie der Schluchtwald-Käfer, der Bergulmen-Spanner, das grüne Besenmoos und der Grünspan-Becherling.

Mit ihrer Arbeit für Naturschutz und Umweltbildung widmen Habermann und Städtler einen Großteil ihres Ruhestandes dem Ehrenamt.

Habermann gibt mit einer mobilen Ameisenstation seine Begeisterung für Lebensweise und Leistungen der Waldameisen an Jugendliche weiter. Für die Landesforsten-Stiftung „Zukunft Wald“ betreut er das Projekt „Schulwälder gegen Klimawandel“.

Städtler widmet seine Freizeit der Erfassung und Kartierung der Tier- und Pflanzenarten in Wald-, Moor- und Trockenrasen-Lebensräumen des Landkreises. Für die Arbeit der Naturschutzbehörden liefert er Grundlagen zur Ausweisung und Pflege von Schutzgebieten. (zfb)

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