Größte zugängliche Oldtimer-Sammlung Europas

PS-Speicher in Einbeck öffnet sein viertes Depot: 200 Oldtimer zum Staunen

Schieben den Stoewer R 150 Sport von 1934 in die letzte Lücke im PS-Depot Automobil: Kurator Karl-Helmut Larkamp (rechts) mit Stifter Karl-Heinz Rehkopf (daneben), im Hintergrund (von links) Holger Eilers, Mathias Kaluza, Sascha Fillies und Lothar Meyer-Mertel.
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Schieben den Stoewer R 150 Sport von 1934 in die letzte Lücke im PS-Depot Automobil: Kurator Karl-Helmut Larkamp (rechts) mit Stifter Karl-Heinz Rehkopf (daneben), im Hintergrund (von links) Holger Eilers (Vorstand Kulturstiftung Kornhaus), Mathias Kaluza (ö-Konzept), Sascha Fillies (Ausstellungsleiter) und Lothar Meyer-Mertel (Geschäftsführer).

In Einbeck wurde ein neues City-Depot des Oldtimer-Museums für Besucher geöffnet. Vor Ort findet man die größte, der Öffentlichkeit zugängliche, Oldtimer-Sammlung in Europa.

Einbeck – „Das aufwendigste Depot kommt zum Schluss“, sagt Pressesprecher Stephan Richter. „Wir sind fertig“, ergänzt Geschäftsführer Lothar Meyer-Mertel durchaus mehrdeutig. Mit dem PS-Depot Automobil an der Bismarckstraße hat nun das dritte City-Depot des Einbecker Oldtimer-Museums „PS-Speicher“ seine Pforten für Besuchergruppen geöffnet.

Stifter Karl-Heinz Rehkopf bedankte sich bei seinem insgesamt 120-köpfigen Team, das in diesem Jahr für alle Depot-Eröffnungen insgesamt 1800 Fahrzeuge bewegt und aufwendig geputzt habe: „Es ist derart gerackert worden, sagenhaft, was geleistet worden ist.“

Im finalen Depot des Eröffnungsmarathons in diesem Jahr (HNA berichtete) warten nun 200 Automobile auf den 3800 Quadratmetern Ausstellungsfläche auf zwei Ebenen auf die Oldtimerfreunde. Vor allem sind das Fahrzeuge aus der Wirtschaftswunderzeit und Marken wie VW, BMW, Ford, Opel, Adler oder Borgward.

Mit seiner Hauptausstellung und den vier Depot-Standorten (Kleinwagen, Motorrad, Automobil sowie Lkw/Busse im Otto-Hahn-Park am östlichen Stadtrand) verfügt der PS-Speicher jetzt die nach eigenen Angaben größte zugängliche Oldtimersammlung in Europa.

Insgesamt sind damit 2500 Exponate zu sehen. Zahlreiche Einzelstücke sowie auch längst vergessene Marken bilden die Höhepunkte des neuen PS-Depots Automobil. Eine echte Rarität ist der Stoewer 8 Typ S 10. Weltweit gibt es nur noch vier Exemplare. Einst stand der Hersteller in Konkurrenz zu Horch und Mercedes-Benz, erläuterte Kurator Karl-Helmut Larkamp bei einem Rundgang.

„Wir leiten unsere Besucher in Gruppen und anhand von Highlight-Exponaten durch das Depot“, sagt Ausstellungsleiter Sascha Fillies. „Sie knüpfen den roten Faden, der sich durch die Räume zieht, zeigen einen Querschnitt der Marken und Baujahre, vom einfachen Volkswagen bis zur Luxusklasse.“ Die meisten Exponate sind fahrbereit.

Das PS-Depot Automobil ist wie alle anderen drei City-Depots ausschließlich mit einer begleiteten Tour in vorgegebenen Zeitfenstern zugänglich. Die Gruppengröße ist zurzeit durch die Beschränkungen in der Corona-Pandemie auf 20 Personen begrenzt, ein Mund-Nase-Schutz ist Pflicht. Eine vorherige Reservierung ist zu empfehlen.

Bei steigender Nachfrage will der PS-Speicher die Zeitfenster anpassen. Zunächst sind diese geöffnet von Dienstag bis Freitag je von 11 bis 15 Uhr sowie Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 16 Uhr. Beginn jedes Rundgangs ist am Treffpunkt Besucherzentrum im PS-Depot Kleinwagen am Altendorfer Tor, Zufahrt über Schusterstraße. Der Eintritt in ein Depot kostet zehn Euro pro Person, ermäßigt sechs Euro. (Frank Bertram)

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