Zwei Jahre Planung, zwei Jahre Bauzeit

Einbecker Brauerei nimmt bei Hoffest zweite Abfüllanlage in Betrieb

Sechs Hände, ein roter Knopf: Vize-Brauhaus-Aufsichtsratschef Dr. Wilhelm Helms (von links), Einbecks stellvertretende Bürgermeisterin Cornelia Lechte, Vorstand Martin Deutsch, Ministerpräsident Stephan Weil, Vorstandssprecher Lothar Gauß und Landrätin Astrid Klinkert-Kittel gaben den Startschuss für die neue Flaschenabfüllung. Foto: Bertram

Einbeck. Ministerpräsident Stephan Weil hat beim Hoffest der Einbecker Brauhaus AG den roten Startknopf für die neue, zweite Flaschenabfüllung gedrückt.

Wenn ein Traditionsunternehmen wie die Einbecker Brauerei, das auch durch schwere Tage hindurch gegangen sei, mehr als 15 Millionen Euro in die Hand nehme, dann sei das nicht nur eine Investition, sagte der Ministerpräsident. „Sondern die Aussage: Wir glauben an die Zukunft!“ Täglich können jetzt in Einbeck innerhalb von 15 Stunden bis zu eine Million Flaschen vom Band laufen.

„Ich möchte mir Niedersachsen nicht vorstellen ohne die Einbecker“, sagte Weil, nachdem er das erste Fass Einbecker Mai-Urbock angestochen hatte. Das Unternehmen leiste jetzt einen Beitrag dafür, dass es die Brauerei nicht nur in 50 Jahren, sondern auch in 250 Jahren noch gebe. Stephan Weil: „Ich wünsche Ihnen, dass die Kundschaft Ihnen die Bude einrennt, damit sie sich über die nächste Abfüllanlage bald Gedanken machen müssen.“

Vorstandssprecher Lothar Gauß dankte Stephan Weil dafür, dass er zwischen der Aufsichtsratssitzung zur VW-Krise und dem Besuch von US-Präsident Barack Obama eine Einbeck-Visite eingelegt habe, pünktlich zum „Tag des Deutschen Bieres“ und 500. Geburtstag des Reinheitsgebotes. „Wir wissen das extrem zu schätzen“, sagte Gauß. „Regionale Brauereien machen einen Gutteil der niedersächsischen Kultur aus“, erklärte der Ministerpräsident. Und die Einbecker sei „uralt, aber putzmunter“.

Zwei Jahre Planung, zwei Jahre Bauzeit, dann war die Millionen-Investition in Flaschen- und Fass-Abfüllung sowie in eine neue 3500 Quadratmeter große Verladehalle am Standort an der Papenstraße realisiert. Alle Abfüll- und Logistikaktivitäten der Unternehmensgruppe (Einbecker, Göttinger, Martini, Kasseler, Nörten-Hardenberger, Härke) sind jetzt in Einbeck konzentriert. Vorstandssprecher Lothar Gauß dankte den Mitarbeitern, denen während der Bauphase viel Flexibilität abverlangt worden sei und die zeitweise unter freiem Himmel hätten abfüllen müssen. Und er dankte den Kunden, die der Einbecker Brauerei die Treue gehalten haben.

Das Bierfest auf dem Brauereihof lockte Tausende Besucher, die mit regionalen Bands die Party-Stimmung genießen, an Führungen durch die Brauerei teilnehmen und sich im Fan-Shop umsehen konnten.

Von Frank Bertram

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