Lebensqualität von älteren Menschen erhalten

Jutta König wird Dorfassistentin von Einbecker Ortschaften

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Willkommen: Dorfassistentin Jutta König (3.v.l) wurde von den Ortsvertretern (v.l.) Nicole Harnisch (Haieshausen), Dirk Heitmüller (Salzderhelden), Beatrix Tappe-Rostalski (Opperhausen), Hans-Jörg Kelpe (Garlebsen-Ippensen-Olxheim) und Hans-Henning Eggert (Kreiensen) sowie Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek begrüßt.

Einbeck. Jutta König wird ab 1. Juni Dorfassistentin in d Opperhausen, Kreiensen, Billerbeck, Salzderhelden, Haieshausen, Garlebsen, Ippensen und Olxheim.

Die 51-jährige Heckenbeckerin sieht sich als netzwerkende Dienstleisterin für Senioren in den Dörfern. Mit Aufgaben, wie sie früher eine Gemeindeschwester erledigt hat. „Das ist mein Vorbild“, sagt Jutta König.

Jeden Donnerstag von 8 bis 14 Uhr möchte Jutta König in den Dörfern unterwegs sein und beispielsweise Fahrdienste vermitteln, bei Behördengängen helfen oder Unterstützung im Alltag besorgen, wenn etwa Hilfe im Garten notwendig ist.

Menschen zusammenführen 

„Ich werde nicht alles selbst machen, das ist keine Ein-Frau-Geschichte“, sagt König. Ihr Anliegen ist, tragfähige Strukturen zu entwickeln, zu koordinieren. „Das Zusammenführen von Menschen macht mich glücklich, da schlägt mein Herz.“ Ziel der Dorfassistentin ist, die Lebensqualität von älteren Menschen im eigenen Zuhause so lange wie möglich zu erhalten.

In der ehemaligen Gemeinde Kreiensen hatte Jutta König (sie hieß damals noch Jutta Seiler) die Dorfassistenz bei einer von der EU geförderten Maßnahme der DAA-Akademie angeboten, doch das Projekt lief aus. Aus sechs Ortsräten kam aber der deutliche Wunsch nach Fortsetzung. Dass die Dorfassistentin jetzt ihre Aufgaben angehen kann, war vor allem finanziell eine schwere Geburt. Über eineinhalb Jahre lang wurden mühsam verschiedene Fördermöglichkeiten überprüft.

Ortschaften zahlen zu 

„Wir waren mit Euphorie gestartet und zwischendurch öfter ernüchtert“, sagt Arnd Severidt, zuständiger Fachbereichsleiter im Einbecker Rathaus. Nun ist Jutta König als Bundesfreiwilligendienstlerin bei der Diakonie in Bad Gandersheim tätig, dadurch konnte die Stadt Einbeck ihr als Dorfassistentin ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis im Umfang von 24 Stunden pro Monat anbieten. Jede betroffene Ortschaft beteiligt sich mit 60 Euro/Monat an den Kosten.

„Nach dem Hin und Her sind wir glücklich, dass es so funktionieren kann und dankbar für die Kooperation mit der Diakonie“, freut sich Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek. „Viele Steine waren aus dem Weg zu räumen“, sagt Opperhausens Ortsbürgermeisterin Beatrix Tappe-Rostalski, die an dem Thema immer drangeblieben war, „manchmal waren das echt schwere Brocken.“ Sie dankt der Einbecker Stadtverwaltung für offene Ohren bei dem Projekt.

Der Bedarf für die Dorfassistentin zur Unterstützung in Alltagsdingen ist überall anders: Jutta König will im Gespräch mit den älteren Menschen bleiben, oftmals sei sie die einzige Kontaktperson am Tag.

An die 2013 gewonnenen Kontakte möchte die 51-Jährige anknüpfen und neue erschließen und Vertrauen aufbauen. Die Dorfassistentin ist über die jeweiligen Ortsbürgermeister ansprechbar.

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