100 Automobile und Motorräder waren mit dabei

Erste PS-Speicher-Rallye: Applaus für die „Oldies“

Einbeck. Freudestrahlende Gesichter überall, begeisterte Zaungäste – besser hätte die erste Rallye des PS-Speicher nicht laufen können.

Bei strahlendem Sonnenschein wurden die rund 100 Automobile und Motorräder auf vier Strecken durch Südniedersachsen und auch bis Hildesheim geschickt, wobei die Teilnehmer zwischen 20, 120, 180 und 260 km Streckenlänge wählen konnten.

Mithilfe eines sogenannten „Roadbooks“ mussten die Fahrerinnen und Fahrer zwischen ein bis acht Punkte anfahren, um sich dort einen Stempel geben zu lassen. Die Veranstalter hatten wunderschöne Strecken ausgesucht, die Teilnehmer waren hinterher begeistert von den Streckenführungen aufgrund der wunderschönen Landschaften, durch die sie gefahren waren.

Das älteste Fahrzeug war ein „Rover 12 HP Open Tourer“ aus dem Jahre 1914, unter dessen Motorhaube zwölf PS stecken. Ältestes Motorrad war eine „Wanderer 616 Solo“ aus dem Jahre 1920 mit ebenfalls zwölf PS. Nachdem dem 74-jährigen Besitzer Lothar Klenner aus Hannover die „Arbeit weggebrochen war Ende der 90er Jahre kam ich auf die Idee, mich mit Oldtimer-Motorrädern zu beschäftigen“. Die Wanderer habe er in Holland für viel Geld von dem Erstbesitzer Schramm aus Amsterdam gekauft. „Dann habe ich sie zwei Jahre lang größtenteils restauriert.“ Die Wanderer ist in Chemnitz gebaut worden. Diese Rallye sei seine 50. gewesen. „Letzte Woche war ich bei der Windmühlenrallye in Holland, war aber auch mit meiner Wanderer schon in Slowenien und Portugal“, erzählt Klenner nicht ohne Stolz. Auf bis zu 110 Stundenkilometer fährt dieses 96 Jahre alte Gefährt. „Doch am schönsten ist es, mit 60 durch schöne Gegenden zu fahren“, sagt Klenner.

Das jüngste Fahrzeug war ein Ferrari Testarossa Miami Vice F512 M, Baujahr 1986, immerhin mit 400 PS bestückt. Unter den Fahrzeugen befand sich auch ein Heidemann-Fahrrad aus dem Jahre 1958, das der Besitzer von seiner Mutter geerbt hat.

Fünf Fahrräder sein Eigen

Stolz kann auch der 46-jährige Christoph Zorn auf sein englisches Motorrad der Marke „Rudge Whitworth“ mit 18 PS sein, die er Anfang diesen Jahres in Bremen erworben hat und das den Preis für das schönste Motorrad erhielt. Der Braunschweiger war mit seinem 14-jährigen Sohn Leonard, der die Leidenschaft seines Vaters mit Enthusiasmus teilt, nach Einbeck gekommen. „Es macht mir viel Spaß. Ich bin dabei, seitdem ich an die Fußrasten eines Motorrades komme“, erzählt Leonard. „Seit mein Sohn sechs ist, fährt er mit mir überall hin“, sagt Vater Zorn. Fünf Motorräder nennt er sein Eigen. „Wie viel ihn sein Hobby kostet? „Das will ich gar nicht wissen. Andere Leute bringen ihr Geld zur Bank, ich in die Garage“, lächelt er. In diesem Jahr hat Zorn fünf Rallyes mitgefahren. „An dieser Rallye in Einbeck fasziniert mich das ganze Ambiente, Menschen, mit denen man fachsimpeln kann und vor allem das Fahren durch traumhaft schöne Gegenden, die wir hier in Südniedersachsen vorfinden.“ 

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