Flüchtlingshilfe im Landkreis Northeim wird besser vernetzt

Einbeck. Das Diakonische Werk des Kirchenkreises und die Flüchtlingshilfe im Landkreis Northeim wollen ihre Arbeit besser koordinieren.

Mit einer neuen Koordinierungsstelle für freiwilliges Engagement und einer Datenbank für ehrenamtliche Helfer versucht das Diakonische Werk des Kirchenkreises Leine-Solling, die Flüchtlingshilfe im Landkreis Northeim besser zu vernetzen. So sollen die Potenziale vor Ort erfasst werden und Angebot und Nachfrage besser zusammenfinden.

„Das ist ein Versuch, Struktur in die Flüchtlingshilfe zu bekommen“, erklärt Marco Spindler, Geschäftsführer der Diakoniestiftung Einbeck. Im Jahr 2015 sollen etwa 830 Flüchtlinge im Landkreis aufgenommen werden. 2014 waren es 360, ein Jahr zuvor 190. Vor Ort sind es fast ausschließlich ehrenamtliche Helfer, die sich um die Flüchtlinge kümmern. Sie stoßen zum Teil bereits an ihre Grenzen, wie Sylvia Timpe, Vorsitzende der Kolpingsfamilie Moringen, berichtet.

Über einen Erfassungsbogen will die Diakonie interessierte Freiwillige in einer zentralen Datenbank aufnehmen und sie dann, je nach Bedarf, an die Ansprechpartner vor Ort vermitteln. „Wir können jeden Helfer gebrauchen“, betont Spindler - ganz egal, ob als Alltagsbegleiter oder Sprachlehrer.

In Markoldendorf und Dassel hätten sich bereits gute Netzwerke herausgebildet, so Spindler. Er hoffe darauf, dass sich künftig weitere lokale Teams entwickeln.

Mit Infomaterial und Schulungen will die Diakonie die freiwilligen Helfer auf ihre Aufgabe vorbereiten und ihnen unterstützend zur Seite stehen. Eigens dafür wird unter dem Dach des Diakonischen Werks Leine-Solling ab April die Koordinierungsstelle eingerichtet.

Wichtig ist der Diakonie eine enge Zusammenarbeit mit dem Landkreis, der Werk-statt-Schule Northeim und anderen Institutionen. Freiwillige und professionelle Hilfe sollen verknüpft werden, damit alle Helfer und Flüchtlinge davon profitieren.

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