Haftstrafe für Drogenhandel

23-jähriger Mann aus Einbeck zu sechs Jahren verurteilt

Jemand zieht an einem Joint.
+
Marihuana im Wert von 650.000 Euro hatte der Angeklagte verkauft (Symbolbild)

Weil er in großem Stil mit Drogen gehandelt haben soll, ist ein 23-jähriger Mann aus Einbeck zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Göttingen befand ihn in 19 Fällen des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge für schuldig.

Einbeck/Göttingen – Die Kammer habe außerdem die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet, teilte ein Gerichtssprecher auf Anfrage mit. Zuvor habe er zwölf Monate im Vorwegvollzug zu verbüßen. Daneben ordneten die Richter die Einziehung von 650 000 Euro an.

Dies entspreche der Summe, die der Angeklagte mit dem Drogenhandel umgesetzt habe.

Ein 27 Jahre alter Mitangeklagter aus Einbeck wurde wegen des Besitzes und der Beihilfe zum Handel mit Betäubungsmitteln in 19 Fällen zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt.

Ein 26 Jahre alter weiterer Mitangeklagter, der ebenfalls in Einbeck wohnt, erhielt wegen Beihilfe eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Die Staatsanwaltschaft hatte dem 23-Jährigen vorgeworfen, zwischen Juni 2020 und Januar 2021 mehr als 100 Kilo Marihuana verkauft zu haben. Der 27-jährige Mitangeklagte habe seinen Keller als Umschlag- und Lagerplatz für die Drogen zur Verfügung gestellt. Der dritte Angeklagte sei zeitweise für die Auslieferung verantwortlich gewesen und habe zudem Buch geführt über die Schulden von Abnehmern. Anfang des Jahres hatten Rauschgiftfahnder der Polizei den 23-Jährigen festgenommen und bei ihm mehr als 10 000 Euro sowie eine Rolex-Uhr im Wert von 11.000 Euro sichergestellt. Der 23-Jährige kam nach Rosdorf in Untersuchungshaft.

Im Zuge der Ermittlungen stellten die Fahnder fest, dass der Keller, der als „Bunker“ für den illegalen Drogenhandel gedient hatte, mit einer Videoüberwachung ausgestattet war. Der Hauptangeklagte konnte dadurch nicht nur beobachten, wer sich im Keller aufhielt und was die Personen dort machten, sondern diesen auch Anweisungen geben. Von dieser professionellen Überwachungstechnik profitierten auch die Ermittler: Anhand der Kameraaufnahmen konnten sie nachvollziehen, wer wann und wie oft im Keller gewesen war.  (pid)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.