Vorfall mit Bulldoggen im September

Nach Beißattacke: Hundebesitzerin wurde Zucht verboten

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Wenzen. Der Hundezüchterin, deren Bulldoggen dieses Jahr zwei betagte Frauen angefallen haben, wurde die gewerbliche Zucht verboten. Sie darf aber auf privater Basis weiter züchten.

Die Hundezucht einer Frau aus der Einbecker Ortschaft Wenzen steht nach zwei Beißattacken ihrer Bulldoggen, bei der im zweiten Fall im Sommer dieses Jahres eine betagte Nachbarin schwer verletzt worden war und zuvor schon eine ebenfalls ältere Frau gebissen worden war (HNA berichtete), steht nach wie vor im Fokus der Öffentlichkeit.

Die Frage von mehreren Beobachtern, die sich an die HNA wandten, warum dort immer noch gezüchtet wird, obwohl der Landkreis Northeim ein entsprechendes Verbot ausgesprochen hat, beantwortet Dr. Siegfried Urban so: „Gegen die Züchterin wurde ein Verbot der gewerbsmäßigen Erlaubnis zur Züchtung von Hunden ausgesprochen.“ Das werde nach entsprechenden Kontrollen auch eingehalten, sagt der Veterinär des Landkreises Northeim.

Dieses Verbot beinhalte aber nicht die totale Untersagung der Hundezucht, sondern nur die gewerbliche. Das bedeute, dass die Frau auf privater Ebene mit zwei Hündinnen weiterhin züchten dürfe, erläuterte Dr. Urban auf Nachfrage der HNA.

Für die Einhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ist in diesem Fall die Stadt Einbeck zuständig. Weil die Hunde bei ihren Attacken durch Löcher im Zaun der Züchterin auf das Grundstück der Nachbarin gelangt waren und diese dort gebissen hatten, ist die Einbecker Verwaltung aktiv geworden.

„Wir hatten verordnet, dass sich die Hunde der Züchterin nicht mehr in dem Bereich des Grundstücks aufhalten dürfen, in dem es den Durchschlupf zum Nachbargrundstück gegeben hat“, sagte der Leiter des Ordnungsamtes, Arnd Severidt.

Dieser Erlass sei inzwischen aufgehoben worden, weil der Zaun von der Züchterin repariert worden sei. Das sei vom Ordnungsdienst der Stadt kontrolliert worden. (ajo)

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