Reaktivierung der Bahnstrecke Einbeck kostet 8 Mio. Euro

Ilmebahn: Neue Gleise sind notwendig

Idyllisch: Auch diese Brücke über die Ilme muss saniert werden, bevor der Personenverkehr wieder im Linienbetrieb (hier der Museums-Triebwagen der Ilmebahn) seinen Betrieb auf der Strecke zwischen Einbeck und Salzderhelden aufnehmen kann. Foto: Ilmebahn/nh

Einbeck. Die Wiederöffnung der Bahnstrecke Salzderhelden-Einbeck für Personenverkehr ist das Projekt Nummer 1, mit dem sich die Ilmebahn GmbH als Streckenbetreiber und die Politik in den nächsten Wochen zu beschäftigen haben.

Acht Millionen Euro wird die Reaktivierung des 4,4 Kilometer langen Schienenstücks für den Personenlinienverkehr kosten.

Zur Zeit, so Ilmebahn-Geschäftsführer Christian Gabriel, komme es darauf an, rasch die Finanzierung in trockene Tücher zu bekommen. Zwar würden vom Land 75 Prozent der Kosten übernommen. Doch 25 Prozent müssten Landkreis Northeim und Stadt Einbeck als Haupt-Anteilseigner der Ilmebahn selbst zusammenkratzen. Das sind zwei Millionen Euro.

Derzeit werde intensiv über Möglichkeiten nachgedacht, für diesen Eigentanteil Zuschüsse aus dem Südniedersachsenprogramm der Landesregierung zu bekommen, verrät Erster Kreisrat Dr. Hartmut Heuer der HNA. „Wir hoffen auf eine Million Zuschuss.“

Die restliche Million des Eigenanteils könnte nach dem Verhältnis der Eigentumsanteile an der Ilmebahn, nämlich 70 Prozent Landkreis (700 000 Euro) und 30 Prozent Stadt Einbeck (300 000 Euro), aufgebracht werden, fährt Heuer fort. Dies sei ein Vorschlag von ihm (Heuer) und Einbecks Bürgermeisterin, Sabine Michalek, der von der Politik noch abgesegnet werden müsse. Am 8. Mai gebe es dazu in Hannover noch ein Gespräch mit dem Land, so dass der Kreistag in der Juli-Sitzung beraten könne.

Notwendig würden die acht Millionen Euro Investitionskosten, weil Gleisbett und Gleise erneuert werden müssten, sagt Gabriel. Zwar sei die Trasse voll funktionstüchtig für Güterverkehr und Personen-Sonderfahrten. Das Land verlange jedoch, dass die Strecke vor Inbetriebnahme in einem solch guten Zustand sein müsse, dass 20 Jahre keine Investitionen vorgenommen werden müssen. Gabriel: „Deswegen müssen wir alles neu machen.“ Der erste Zug soll im Dezember 2017 rollen.

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