Verträge sind unterzeichnet

Investorengruppe steigt ins Bürgerspital Einbeck ein

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Das Einbecker Bürgerspital.

Einbeck. Das Einbecker Bürgerspital (EBS) bekommt einen neuen Eigentümer. Eine Investorengruppe um Dr. Reinhard Wichels übernimmt die Klinik.

Sie betreibt bereits das Klinikum Hann. Münden. Mit der Unterzeichnung der Verträge am Freitag sei ein Ende der Insolvenz in Sicht, die das Krankenhaus im August 2017 anmelden musste, heißt es in einer am Montag verbreiteten Pressemitteilung des EBS.  Die Übernahme der wirtschaftlichen Verantwortung soll zum 1. Juni erfolgen. 

„Wir sind davon überzeugt, dass wir mit der Investorengruppe um Dr. Reinhard Wichels neue Eigentümer gefunden haben, die das Bürgerspital langfristig auf einen guten wirtschaftlichen Kurs bringen werden“, erklärt der generalbevollmächtigte Rechtsanwalt des EBS, Markus Kohlstedt (Kanzlei Eckert, Hannover). Das Wichels-Team bringt nach seinen Worten neben frischem Kapital auch Know-how und Erfahrung im Klinikmanagement mit. Es habe in Hann. Münden gezeigt, dass es eine Klinik aus der Insolvenz heraus wirtschaftlich stabil aufstellen kann. 

Die Verankerung des EBS in der Region sei eine Basis, auf die wir bauen können“, betonte Wichels. Es habe bereits in der Vergangenheit gute Ansätze gegeben, um das EBS wirtschaftlich zu stabilisieren. Diese wolle man fortführen und das gesamte Behandlungsspektrum erhalten.

Die Nähe zum Klinikum Hann. Münden biete eine Chance für Einbeck. Man wolle künftig eng miteinander kooperieren. „Das Behandlungsspektrum ergänzt sich hervorragend: Beide Häuser bieten eine ausgewogene Grundversorgung für die Bevölkerung der Region und haben zusätzlich noch wichtige Spezialgebiete“, sagt Wichels.

Auch bei Einkauf und Materialbeschaffung werde man sich abstimmen und so bessere Konditionen erzielen. Darüber hinaus plane man, die Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin in Göttingen, die sich bereits in Hann. Münden bewährt habe, auf Einbeck auszudehnen.

„Die letzten Monate waren hart, und der Betriebsrat ist stolz darauf, wie die Kolleginnen und Kollegen einmal mehr in dieser schwierigen Phase zu ihrem Einbecker Bürgerspital gehalten haben“, sagt der EBS-Betriebsratsvorsitzende, Berthold Kabelitz. Noch seien einige wichtige Punkte, wie ein Sanierungstarifvertrag, zu verhandeln. Es gehe auch darum, mehr als 300 Arbeitsplätze zu erhalten. Jetzt müsse alles dafür getan werden, Lösungen zu finden, mit denen alle Seiten gut leben können.“ 

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