Mit 100 Jahre alten Motorrädern quer durch Deutschland

Oldtimer auf zwei Rädern: Die Motorradfahrer stoppten mit ihren 100 Jahre alten Schätzchen auch in Einbeck, wie hier am PS-Speicher. Am Mittwoch sind sie über Northeim weiter in Richtung Osten gefahren. Foto: Bertram

Einbeck. Von Selfkant im Westen nach Görlitz im Osten: Oldtimer-Biker touren derzeit auf alten Schätzchen die Republik. Jetzt haben sie auch am PS-Speicher in Einbeck Halt gemacht.

Alle sind 100 Jahre alt - und einige auch noch ein bisschen älter: Motorräder, echte Veteranen der Landstraße, das jüngste ist 1915 gebaut. Zwölf Fahrer aus Deutschland und den Niederlanden sind mit ihren Maschinen auf Fernfahrt quer durch Deutschland. In Einbeck hat die Gruppe um die Veranstalter Timo und Heiner Rohrwick (Osthofen) einen Zwischenstopp am PS-Speicher gemacht.

Auf ihrer neuntägigen Tour von Selfkant im Westen nach Görlitz im Osten durchqueren die Oldtimer-Biker mit ihren fragilen Fahrzeugen 1100 Kilometer auf Landstraßen die Republik. Nach einer Nord-Süd-Fahrt im Jahr 2009 über 1240 Kilometer von Flensburg nach Oberstdorf, führt die zweite Deutschlandfahrt jetzt mit Motorrädern vor dem Baujahr 1915 von West nach Ost.

Mit dabei sind mehrere Wanderer-Motorräder oder Typen der englischen Hersteller Triumph, Williamson und Royal Enfield. Auch eine Indian Big Twin, Baujahr 1914, aus den USA ist am Start. Was heute keine Besonderheit ist, einmal durch Deutschland zu fahren, bleibt auf 100 Jahre alten Motorrädern ein Abenteuer.

„Wer so ein altes Fahrzeug bewegt, ist besser ein Meister im Improvisieren und Reparieren“, sagt Martin Schenker, Vizepräsident des Veteranen-Fahrzeug-Verbandes. Ein gemeinsam gelöstes Problem schweiße im wahrsten Wortessinne zusammen. Viele Maschinen der Baujahre 1910 bis 1915 aus den Anfängen des jungen Motorrad-Sports haben keine Kupplung, kein Getriebe. Bremsen galten als marginal, weil es nur wenig Verkehr gab.

150 Kilometer pro Tag 

Für die kleine Reparatur am Wegesrand sorgen bei der Deutschlandfahrt die Begleitfahrzeuge, die das notwendige Reparaturmaterial und auch das Gepäck über die meist 150 Kilometer langen Tagesetappen bringen. Große Probleme gab es aber bis zum Einbeck-Stopp nicht. (zfb)

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