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KWS baut in Einbeck für 40 Millionen Euro

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Von: Axel Gödecke

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So soll der Neubau in Einbeck aussehen: Die Animation der Planer zeigt den Neubau an der Otto-Hahn-Straße mit Haupteingang aus südöstlicher Sicht.
So soll der Neubau in Einbeck aussehen: Die Animation der Planer zeigt den Neubau an der Otto-Hahn-Straße mit Haupteingang aus südöstlicher Sicht. © KWS

Das Pflanzenzüchtungsunternehmen KWS baut seine Firmenzentrale in Einbeck weiter aus und startet nach eigenen Angaben aktuell eines der bisher größten Einzelbauprojekte am Standort.

Einbeck – Derzeit laufen die ersten Arbeiten für die Errichtung eines rund 13 000 Quadratmeter großen Gebäudes für die Aufbereitung und Lagerung von Zuchtmaterial. Das geplante Investitionsvolumen umfasst nach Unternehmensangaben über 40 Millionen Euro.

Der Bau erfolgt auf einem Grundstück, das im nordöstlichen Bereich des Unternehmensgeländes an der Otto-Hahn-Straße, gegenüber des Otto-Hahn-Parks, gelegen ist.

KWS werde dort eine Halle für die Aufbereitung und Lagerung von Zuchtmaterial errichten. In dieser „Schatzkammer“ der pflanzenzüchterischen Arbeit, wie Vorstandssprecher Hagen Duenbostel es formuliert, solle das Saatgut unterschiedlichster Pflanzen aufbewahrt werden.

Insgesamt würden in dem Neubau zukünftig rund 1,3 Millionen verschiedene Partien von Rüben, Öl- und Zwischenfrüchte-Saatgut gelagert. Dieses bilde die Grundlage für die mehrjährige Entwicklung leistungsstarker und widerstandsfähiger Sorten für die Landwirtschaft. Darüber hinaus werde in dem neuen Gebäude Saatgut für behördliche Sortenversuche sowie für die Saatgutvermehrung aufbereitet.

Duenbostel: „Das kontinuierliche Wachstum des KWS Geschäfts ist auch an unserem Einbecker Standort sichtbar. Mit dem Bau erweitern wir die Kapazitäten eines Kernbestandteils unserer Produktentwicklung.“ In dem Gebäude sollen nach Fertigstellung über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig sein.

Bei der Umsetzung des Projekts werde ein besonderes Augenmerk auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gelegt: So sollen unter anderem klimaschonende Baustoffe verwendet werden, ebenso sei die Installation von Fotovoltaikanlagen und Systemen zur Wärmerückgewinnung vorgesehen.

Die Fertigstellung des 40-Millionen-Euro-Bauprojekts ist laut Mitteilung des Saatgut-Konzerns für Mitte 2024 geplant.

Erst im April dieses Jahres hatte KWS an seinem Stammsitz in Einbeck eine zusätzliche Anlage zur Pillierung von Saatgut in Betrieb genommen. Damit hatte das Pflanzenzüchtungsunternehmen ein insgesamt rund 51 Millionen Euro großes Investitionspaket abgeschlossen, bei dem seit 2019 die Produktion von Zuckerrübensaatgut am Standort Einbeck ausgebaut und modernisiert wurde. Erster Abschnitt war seinerzeit ein neues Logistik- und Lagerzentrum. 2020 wurde dann eine Anlage für die Beizung und Abpackung in einem zu diesem Zweck errichteten Maschinenhaus gebaut und 2021 folgte die Pillierungsanlage.

Fast genau vor zwei Jahren hatte KWS auch sein neues „Biotechnikum 2“ in Betrieb genommen. In dem 20 Millionen Euro teuren Labor- und Bürogebäude arbeiten und forschen mittlerweile rund 200 Mitarbeiter. (Axel Gödecke)

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