„Glauben an Zuckerrübe“

Richtfest bei KWS für 40-Millionen-Euro-Investition in Einbeck

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Richtfest für das 22 Meter hohe KWS-Maschinenhaus, in dem Zuckerrübensaatgut produziert und verpackt wird, Polier Andreas Wichert beim Richtspruch.

Einbeck. „Wir glauben an die Zuckerrübe“, sagt Georg Folttmann von KWS zu den beteiligten Handwerkern und Mitarbeitern, nachdem ein Kran den Richtkranz vor das Gerüst für das neue Maschinenhaus gehoben hatte.

Mit knapp 22 Metern ist der fertiggestellte Rohbau eines der höchsten KWS-Gebäude an der Grimsehlstraße in Einbeck.

Das neue Maschinenhaus, das einen 1997 errichteten Vorgänger ersetzt, ist wesentlicher Bestandteil einer mehr als 40 Million Euro umfassenden Investition des Pflanzenzuchtunternehmens am Standort Einbeck, um die Produktion von Zuckerrübensaatgut zu modernisieren und auszuweiten.

Statt 7000 können künftig 11.000 Einheiten täglich produziert werden, statt 10.000 sind in Zukunft pro Tag 16.000 Wirkstoff-Applikationen für das Saatgut von Zuckerrüben machbar.

Die neue Produktionsanlage wird im Februar 2019 in Betrieb gehen, kündigte KWS an. Errichtet sind bereits eine neue Logistik- und Lagerhalle sowie eine weitere Lagerhalle am östlichen Ortseingang von Einbeck. Zudem will KWS im Sommer 2019 eine zusätzliche Anlage zur Pillierung von Zuckerrübensaatgut fertigstellen.

Im Maschinenhaus-Rohbau mit insgesamt rund 7500 Quadratmetern Bruttogeschossfläche wird nach dem Richtfest jetzt die Anlagentechnik für die Wirkstoffapplikation und Verpackung von Saatgut beginnen. Hierbei kommen Eigenentwicklungen von KWS-Ingenieuren zum Einsatz. Herzstück des Maschinenhauses wird ein riesiges Hochregalsystem.

Das Saatgut wird in Siloboxen – großen, trichterartigen Behältnissen – automatisch zu den einzelnen Prozess-Schritten wie der Wirkstoffapplikation und der Verpackung hin und her bewegt. Eine einzelne Box ist etwa einen Kubikmeter groß und wiegt voll befüllt bis zu 600 Kilogramm. Im Hochregallager kommen insgesamt 300 Siloboxen zum Einsatz.

Eine Kamera kontrolliert, ob die Behältnisse vollständig entleert wurden, damit sich keine Saatgut-Chargen vermischen. „Mit dem neuen System können wir geringere Mengen effizienter produzieren, Rüstzeiten minimieren und gleichzeitig die Saatgutqualität weiter erhöhen - und das bei einem immer breiteren Produkt-Portfolio“, sagt das für Zuckerrübe zuständige KWS-Vorstandsmitglied Dr. Peter Hofmann. „Der Trend geht zu mehr Sorten in kleineren Mengen und späteren Bestellungen sowie dem Wunsch nach einer möglichst frühen Lieferung.“ (zfb)

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