Viel Platz für neue Projekte

Landeskirche investiert 186.000 Euro in Pfarrhaus Opperhausen

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Noch ist es eine Baustelle: Die Pfarre in Opperhausen wird umfangreich umgebaut. Pastor Robert Schaper und Pfarrsekretärin Evelyn Reinhardt stehen hier in der künftigen Küche

Opperhausen. Ein Haus, jede Menge Baustellen, Farbeimer und Leitern: Was für viele erst mal großes Chaos bedeuten würde, ist der Zustand, den sich der Pfarrverband aus Opperhausen lange Zeit gewünscht hat.

Die Pfarre an der Schulstraße wird komplett saniert und bietet künftig frischen Raum nicht nur für den neuen Pfarrer, sondern auch für Projekte der Gemeinde.

Alle Räume des 154 Quadratmeter großen Pfarrhauses werden aktuell renoviert – ein Teil davon ist bereits abgeschlossen. Die Räume des Pfarrers Robert Schaper, der die jahrelange Vakanz im Pfarrverband Opperhausen im Januar beendet hat, sind bereits frisch renoviert. Seit vergangener Woche Freitag wohnt der 30-Jährige mit seiner Familie in Opperhausen.

In den Gemeinderäumen laufen die Arbeiten weiter auf Hochtouren. Die Baustelle hält durchaus einige Überraschungen bereit, wie Pfarrer Robert Schaper und Pfarrsekretärin Evelyn Reinhardt berichten. So liegen die Stahlträger in der künftigen neuen Gemeindeküche tiefer, als die Steine des darunterliegenden Gewölbekellers sind. Dieses Problem soll für die neue Küche, eines der größten Projekte für das die Gemeinde jahrelang gespart hat, behoben werden. Außerdem musste die gesamte Elektrik ausgetauscht werden. „Es waren noch alte, zweiadrige Stromkabel verbaut“, erzählt Reinhardt.

Barrierefreiheit

Die Räume im Erdgeschoss sind künftig vollkommen barrierefrei erreichbar. Dazu wird ein Zugang über den Pfarrgarten geschaffen. Die vielen Rollatorennutzer, ebenso Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehproblemen müssen dann nicht mehr die Treppenstufen steigen, wie bisher. Außerdem werden alle alten Holztüren aufgearbeitet, die Böden werden neu, es wurde neu tapeziert und es gibt künftig viel Platz für die Kinder- und Jugendarbeit, die in der nächsten Zeit wiederbelebt werden soll. Auch energetische Arbeiten wie an der Dämmung des Dachbodens laufen.

Für die Arbeiten musste das Pfarrbüro zu Evelyn Reinhardt nach Hause in ein ungenutztes Wohnzimmer ausweichen. Dort laufen auch alle Telefonanrufe auf, die zur Zeit umgeleitet werden. Notwendig wurde dies auch, da es eine defekte Unterkonstruktion in der Decke gab. Aufgrund dieser „Gefahr im Verzug“ springt auch die Landeskirche finanziell umfangreich in die Arbeiten mit ein. Wenn alles nach Plan läuft, dann kann das Pfarrbüro im August wieder einziehen und die Pfarre kann im Herbst mit einer kleinen Feier eröffnet werden. Insgesamt werden die Arbeiten dann rund 186 000 Euro aus verschiedenen Töpfen der Landeskirche gekostet haben, heißt es auf HNA-Anfrage.

Für Pfarrer Robert Schaper ist der Einzug in die neuen Räume in der vergangenen Woche eine große Erleichterung. „Die Gemeinde hatte großes Verständnis für das Pendeln zwischen Braunschweig und dem Pfarrverband, aber für viele kurze Besuche, die im Alltag nötig sind, war das eine Herausforderung“, berichtet Schaper. „Es macht viel Freude, jetzt hier vor Ort in der landschaftlich wunderbaren Region zu sein“, betont der Pfarrer, der „sehr herzlich vom Pfarrverband und ebenso von der direkten Nachbarschaft“ aufgenommen wurde. Der Theologe ist mit der einen Hälfte seiner Stelle für den evangelisch-lutherischen Pfarrverband Opperhausen mit den Gemeinden Opperhausen-Osterbruch, Ahlshausen-Sievershausen, Olxheim und Rittierode verantwortlich. Mit der anderen Hälfte ist er für die Pfarrstelle Kreiensen mit Erzhausen, Billerbeck und Orxhausen zuständig.

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