Strecken-Reaktivierung bremst Museumszug aus

Museums-Triebwagen: Kein Ilmeblitz mehr bis Salzderhelden

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Der Museums-Triebwagen der Ilmebahn ist hier am neuen Bahnsteig am Erlebnismuseum PS-Speicher zu sehen. 

Einbeck. Dämpfer für den Museums-Triebwagen der Einbecker Ilmebahn.

Wenn die Bahnstrecke zwischen Einbeck-Mitte und Salzderhelden für den regelmäßigen Schienenpersonennahverkehr reaktiviert ist, wird der historische Ilmeblitz-Triebwagen der Ilmebahn GmbH auf dem 4,4 Kilometer langen Streckenabschnitt nicht mehr fahren können – jedenfalls nicht so ohne Weiteres.

Das geht aus Antworten hervor, die Ilmebahn-Geschäftsführer Christian Gabriel auf von Grünen-Ratsherr Dietmar Bartels im Einbecker Stadtrat gestellte Fragen schriftlich gegeben hat.

Gleisarbeiten laufen

Seit April laufen die Bauarbeiten auf der Strecke (HNA berichtete), aktuell wird das neu verlegte Gleis maschinell gestopft, gerichtet und der Schotter aufgefüllt, wie die Ilmebahn GmbH erläuterte. Dadurch könne es entlang der Strecke zu Lärmbelästigungen und zu Staubentwicklungen kommen.

Eröffnung im Dezember

Ab August sollen die drei Ilmebrücken saniert werden. Die Eröffnung der Strecke für regelmäßigen Schienen-Personen-Nahverkehr (SPNV) ist für Dezember dieses Jahres vorgesehen.

Der aus dem Jahr 1934 stammende „Ilmeblitz“-Dieseltriebwagen wird dann zunächst nur noch zwischen Einbeck-Mitte und dem 2016 eingeweihten Haltepunkt PS-Speicher verkehren können.

Die reaktivierte Trasse nach Salzderhelden wird vollsignalisiert, wie die Bahner sagen. Die Leit- und Sicherungstechnik erfordere deshalb sicherheitsrelevante Einrichtungen auf dem Triebwagen, die der Ilmeblitz nicht hat.

Nachrüstung vielleicht

Das sei auch ein Grund gewesen, warum der historische Triebwagen in der Vergangenheit nicht auf das DB-Netz über Einbeck-Salzderhelden hinaus fahren durfte. Eine Nachrüstung des Ilmeblitzes mit der modernen Technik sei allerdings möglich, sie werde „zu gegebener Zeit unter touristischen, aber auch betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geprüft“, antwortet der Ilmebahn-Geschäftsführer auf die Frage des Grünen-Ratsherrn. 

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