Neubau für Stadtbibliothek und Stadtarchiv

Jury kürte Siegerentwurf für das Einbecker Wissensquartier

Der Siegerentwurf für das neue Wissensquartier in Einbeck: Dort sollen einmal Bibliothek und Archiv der Bierstadt untergebracht werden.
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Der Siegerentwurf für das Wissensquartier: Dort sollen einmal Bibliothek und Archiv der Bierstadt untergebracht werden.

Einbeck – Transparent, offen und einladend soll die Architektur des neuen „Wissensquartiers“ in Einbeck sein. Für diese Bauaufgabe hatte die Stadt Einbeck mit Unterstützung des Architekturbüros „Kleine + Assoziierte“ (Hannover) einen Architektenwettbewerb ausgelobt. 13 von 15 eingeladenen Büros hatten Entwürfe abgegeben. Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek hat am Donnerstag die Urkunden für die Preise vergeben.

Gewonnen haben „Mosaik architekten bda, Hannover“ (1. Preis, 8000 Euro) vor „Peter Zirkel Gesellschaft von Architekten mbH, Dresden“ (2. Preis, 6000 Euro) und „W&V Architekten GmbH, Leipzig“ (3. Preis, 4000 Euro). Anerkennungen mit je 1000 Euro Preisgeld gehen an „pape + pape architekten, Kassel/Hannover“ und „Simone Boldrin Architettura, Berlin, mit Verwoorts & Schindler Architekten BDA, Bochum“.

Ziel des zweiten, bislang noch nicht finanzierten Bauabschnitts des „Wissensquartier“ ist es, in einem Neubau die Stadtbibliothek und das Stadtarchiv unmittelbar an das bestehende Gebäude des Stadtmuseums anzugliedern. Dadurch soll ein zentraler Ort der Bildung, der Kultur und der Begegnung in Einbeck entstehen.

Die Stadt Einbeck begibt sich jetzt auf die Suche nach Fördergeldern, denn für die Stadt allein sei die Aufgabe im niedrigen zweistelligen Millionen-Bereich finanziell zu groß, sagte die Bürgermeisterin. „Der Siegerentwurf überzeugt durch seine städtebauliche Setzung, er bietet durch seine Transparenz für Besucher eine leichte Orientierung, die Wege sind klar“, sagte Ursula Pasche, die Vorsitzende des neunköpfigen Preisgerichts. Die Architektin aus Bielefeld lobte die insgesamt hohe Qualität aller eingereichten Entwürfe.

Zuletzt habe die Jury gut eineinhalb Stunden lang intensiv über die Reihenfolge zwischen dem ersten und dem zweiten Preis diskutiert, so eng sei das Rennen gewesen, berichtete sie aus der nicht-öffentlichen Sitzung.

„Ein Haus, das Platz macht und das sich benimmt“, so kommentierten Tev Wilhelmsen und Jan Uetzmann ihren Siegerentwurf mit den charakteristischen, transparenten zwei Dachgiebeln aus weißem Douglasienholz. Das Gebäude passe sich in die Jahrhunderte alte Architektur der Umgebung ein und schaffe durch seine Grundriss-Form einen neuen Platz vor dem transparenten Foyer, welches öffentlich genutzt werden könne.

Das „Wissensquartier“ besteht aus zwei Bauabschnitten: Die Bauarbeiten für den 2,5 Millionen Euro teuren Neubau des Kindergartens Münstermauer mit Platz für rund 90 Kinder in drei Kindergartengruppen und einer Krippengruppe haben im Juni begonnen und sollen Mitte 2022 abgeschlossen sein.

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