660.000 Euro investiert

Neues Haus für die Jugend in Einbeck wurde eröffnet 

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Das neue Haus der Jugend in Einbeck: Für 560 000 Euro wurde ein ehemaligen Flüchtlingswohnheim am Kohnser Weg in Einbeck umgebaut. Jetzt war Einweihung. 

Einbeck. Die Stadt Einbeck hat ihr neues Jugendzentrum am Kohnser Weg eröffnet. „Es ist ein Schmuckstück worden“, sagte Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek.

In rund zweijähriger Planungs- und Bauzeit ist am westlichen Stadtrand auf 800 Quadratmetern und zwei Etagen ein barrierefreies Zentrum für Kinder und Jugendliche entstanden. „Ein neues Haus der Möglichkeiten öffnet seine Türen“, erklärte Leiterin Kerstin Hillebrecht.

Neben einem multifunktional nutzbaren Café im Erdgeschoss mit Küche und Theke in Form eines Lkw-Kühlergrills sowie einer Bühne, Billardtisch und Internet-Terminals gibt es im neuen Jugendzentrum flexibel veränderbare Räume für Fitness, Seminare, Kick-Boxen und Kreativität (Töpfern, Basteln, Werken).

In drei Räumen mit Tonstudio können Bands proben und ihre Musik professionell aufnehmen. Zierfischfreunde und Amateurfunker haben wieder eigene Räume bekommen. Der Umzug des Jugendzentrums war notwendig geworden, weil die Kulturstiftung Kornhaus für den PS-Speicher die Fläche des alten Hauses der Jugend benötigte. Der Stadtrat hatte im Mai 2014 nach langwieriger Standortsuche einstimmig beschlossen, das Haus an den Kohnser Weg zu verlegen.

660.000 Euro investiert

Die Stadt hat für den Umbau eines aus den 1990-er Jahren stammenden einstigen Flüchtlingswohnheims etwas mehr als den Erlös aus dem Verkauf von Grundstück und Gebäuden am Tiedexer Tor an die Kulturstiftung Kornhaus in Höhe von 560.000 Euro investiert. Durch eine Spende der AKB-Stiftung zum 90. Geburtstag von Johanne Büchting von 100.000 Euro konnte weitere Einrichtung angeschafft werden.

Wenn jetzt noch eine Multifunktionshalle und ein Jugendgästehaus neben dem neuen Jugendzentrum entstehe, werde es in Einbeck etwas in Niedersachsen Beispielloses geben, sagte Stadtjugendpfleger Probst. Wann die nächste Schritte dahin gegangen werden können, hängt von Zuschusszusagen ab.

„Ein solcher Tag darf auch einer der offenen Worte sein“, sagte Karl-Heinz Rehkopf, der Gründer des PS-Speichers. Es habe ihn geärgert, als 2012 nach bekannt gewordenen Plänen, das Haus der Jugend müsse dem PS-Speicher-Parkplatz weichen, über Facebook zur „Rettung der Einbecker Jugend“ aufgerufen worden sei. Es habe soch niemand ernsthaft glauben können, dass die Stadt und die Kornhausstiftung die Jugendlichen in Einbeck hängen lassen würden.

Und die Stadt hätte ohne einen Grundstücksverkauf bis heute nicht die finanziellen Mittel gehabt, ein solches neues Haus der Jugend entstehen zu lassen.

Eine Freundschaft mit der Einbecker Jugend müsse nicht mehr geschlossen werden, sie beweise der PS-Speicher täglich als außerschulischer Lernort. Als Geschenk überreichte Rehkopf deshalb einen „Freundschaftsverstärker“, ein modernes Sound-Gerät.

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