1. Startseite
  2. Lokales
  3. Northeim
  4. Einbeck

Aneka und Sven Falke haben das Einbecker „Brodhaus“ übernommen

Erstellt:

Von: Frank Bertram

Kommentare

Vor dem Brodhaus: (von links) Dorte Simon (Kaufmännische Leiterin Einbecker Brauhaus), Joanna Mazany (Tourist-Information), Ulrich Meiser (Einbecker Brauhaus), Sven und Aneka Falke, Thorsten Eikenberg (Einbecker Brauhaus), Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek sowie Dr. Imke Weichert und Marco Heckhoff vom Stadtmuseum Einbeck.
Vor dem Brodhaus: (von links) Dorte Simon (Kaufmännische Leiterin Einbecker Brauhaus), Joanna Mazany (Tourist-Information), Ulrich Meiser (Einbecker Brauhaus), Sven und Aneka Falke, Thorsten Eikenberg (Einbecker Brauhaus), Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek sowie Dr. Imke Weichert und Marco Heckhoff vom Stadtmuseum Einbeck. © Frank Bertram

Im „Brodhaus“ am Einbecker Marktplatz haben mit Aneka und Sven Falke neue Pächter die Regie übernommen. Vorgängerin Conny Schlöter betreibt jetzt das Knochenhaueramtshaus in Hildesheim.

Einbeck - Die Anfänge als einstiges Gildehaus der Bäcker reichen bis ins Jahr 1333 zurück. Für die Eigentümerin des Brodhauses, das ist seit exakt 50 Jahren die Einbecker Brauhaus AG, überreichte Gastronomie-Leiter Thorsten Eikenberg den symbolischen Schlüssel. „Wir haben die gemalten Betreiber gefunden“, sagte er zur Idealbesetzung der neuen Pächter. „Wir freuen uns, dass wir jetzt hier durchstarten können“, sagt Aneka Falke.

Das Paar aus Bishausen möchte die Geschichte des Traditionshauses fortschreiben, sorgt aber auch für frischen Wind im nach eigenen Angaben ältesten Wirtshaus in Niedersachsen.

Ursprünglich wollten Falkes im „Brodhaus“ schon früher beginnen, dann kam aber der Corona-Lockdown zum Jahreswechsel. Die drei Monate Pause haben Aneka und Sven Falke gemeinsam mit der Brauerei als Eigentümerin für Umbau und Investitionen genutzt, vor allem in der Küche. Dort ist alles neu, umweltgerechter und zukunftssicherer geworden, betont Eikenberg. Insgesamt haben Brauerei und Pächter rund 250. 000 Euro investiert, sagt Brauhaus-Sprecher Ulrich Meiser.

Die Falkes haben das bisherige Mitarbeiter-Team komplett übernommen und mit einer Servicekraft aus ihrem Schwimmbad-Bistro „Auszeit“ ergänzt. Die „Auszeit“ betreiben Falkes weiterhin, lediglich die Speisekarte ist dort stärker an Hallen- und Freibad-Kunden angepasst worden.

„Wir wollten in die Stadt“, begründet Aneka Falke die Motivation, zusätzlich nun das traditionsreiche Gasthaus am Marktplatz zu übernehmen. Es sei eine Ehre, nun das Herzstück Einbecks bewirtschaften zu dürfen. Bei allen Speisen setzen Falkes auf regionale Produkte. Sven Falke ist gelernter Fleischermeister und hatte zunächst mit einer kleinen Catering-Küche zuhause in Bishausen bei Nörten-Hardenberg den Einstieg in die Gastronomie gewagt. Seit April 2020 betreibt er mit seinem Team das „Auszeit“-Restaurant der Stadtwerke im Einbecker Schwimmbad.

Wie sehr das „Brodhaus“ gefragt ist, merkt zurzeit auch die Einbecker Tourist-Information, bei der nach der langen Pause jetzt wieder Buchungen für Bierprogramme eintrudeln, die in der Gaststätte angeboten werden. In dem Traditionshaus sollen die verschiedenen Einbecker Biere erlebbar gemacht werden. Über die Geschichte des Brodhauses wird am 25., 26. und 27. April, jeweils ab 18 Uhr, ein Vortrag des Einbecker Gastronomie-Hobbyhistorikers Walter-Wilhelm Funcke im Schalandersaal des Gasthauses informieren. Eintrittskarten für 5 Euro gibt es nach Ostern im „Brodhaus“, das Geld wird der „Einbecker Tafel“ gespendet.

Das „Brodhaus“ ist außer dienstags (neuer Ruhetag) täglich von 11 bis 23 Uhr geöffnet, bietet durchgehende Küche, nachmittags auch Kuchen. Am Mittwoch und Sonnabend geht es schon ab 9 Uhr los, denn Falkes haben drei verschiedene Markt-Frühstücke auf ihre neue Speisekarte gesetzt. „Wenn Markt ist und die Stadt voller Menschen, muss man doch die Türe aufmachen“, sagt Aneka Falke. (Frank Bertram)

Auch interessant

Kommentare