Mehrere Kundgebungen zum 8. Mai

Demos von Linken und Rechten in Einbeck: Vier Polizisten verletzt

Rund 300 Polizeibeamte waren am Samstag in Einbeck im Einsatz, um für einen möglichst friedlichen Verlauf zu sorgen.
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Rund 300 Polizeibeamte waren am Samstag in Einbeck im Einsatz, um für einen möglichst friedlichen Verlauf zu sorgen.

In Einbeck gab es am Samstag mehrere Demos von linken und rechten Gruppen. 300 Polizisten waren im Einsatz - vier Beamte wurden verletzt.

Einbeck – Vier leicht verletzte Polizeibeamte und Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz sowie Beleidigung: Bilanz mehrerer Kundgebungen und Demonstrationen des linken und rechten Spektrums am Samstag in Einbeck.

300 Polizeibeamte hatten den überwiegend friedlichen Verlauf der angemeldeten Versammlungen gewährleistet, sagte Polizeioberrätin Maren Jäschke, Leiterin der Polizeiinspektion Northeim. Zunächst hatte am Vormittag die Partei „Die Rechte“ eine Versammlung mit 19 Teilnehmern auf dem Möncheplatz abgehalten. Das Motto: „Gegen Schuld-Kult – Aufklärung statt Reue“.

Spontan hatte während dieser Kundgebung eine Privatperson eine stationäre Gegendemonstration in der Nähe des Möncheplatzes angemeldet, berichtete die Polizei am Samstagabend. Daran nahmen dann 17 Demonstranten teil.

Im Anschluss an die friedlich verlaufende Versammlung der Partei „Die Rechte“ hatte einer der Teilnehmer eine weitere spontane Kundgebung unter dem Motto „Gegen linke Sachbeschädigung“ angemeldet, die im Bereich Grimsehlstraße/Sertürnerstraße stattfand. Auch daran nahmen 19 Personen teil.

Stinkefinger: Als die Demonstranten aus dem linken Spektrum an einer Kundgebung der rechten Szene vorbeiliefen, zeigten sie deutlich, was sie davon halten. 2

Demo aus dem linken Spektrum mit rund 200 Teilnehmern

Im Vorfeld war aus dem linken Spektrum bei der Stadt Einbeck für 13 Uhr ein Demonstrationszug mit Zwischenkundgebungen unter dem Motto „8. Mai – Der Kampf um Befreiung geht weiter“ angemeldet worden, so die Polizei weiter.

Dieser Aufzug startete gegen 13.30 Uhr mit gut 200 Teilnehmern. Zwischenkundgebungen waren in der Hägerstraße geplant, wo bekanntlich mehrere Anhänger der rechten Szene wohnen, außerdem in der Gleiwitzer Straße und am Möncheplatz. Abgehalten wurden dann aber nur die beiden Versammlungen in der Gleiwitzer Straße und am Möncheplatz.

In der Altendorfer Straße zündeten Teilnehmer des Demonstrationszuges einen Nebeltopf, die Beamten leiteten daraufhin Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ein. Während der polizeilichen Maßnahmen hatten die Demonstranten ihre Lautsprecheranlage so laut aufgedreht, dass die Durchsagen der Polizei, mit denen ihre Maßnahmen erläutert werden sollten, übertönt wurden.

Demonstranten attackieren Polizisten: Vier Beamte verletzt

Der Aufforderung der Polizei, die Lautsprecheranlage leiser zu drehen, kamen die Versammlungsteilnehmer aber nicht nach, so die Polizei in ihrer Pressemitteilung, sodass der Lautsprecher durch Polizeikräfte „reguliert werden musste“. Danach sei es dann zu mehreren tätlichen Angriffen auf Polizeibeamte gekommen, bei denen vier Einsatzkräfte leicht verletzt wurden, so die Polizei weiter.

Am Nachmittag fand noch eine Versammlung der beiden Gruppierungen „Seebrücke Einbeck“ und „Einbeck ist bunt“ mit insgesamt rund 30 Teilnehmern auf dem Einbecker Marktplatz statt, die laut Polizeiinspektion Northeim friedlich verlief. Diese Versammlung stand unter dem Motto „ 8.5. – Tag der Befreiung“.

Neben den Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und Beleidigung leitete die Polizei noch eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen Urinierens in der Öffentlichkeit ein. (kat)

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